Lange Zeit stand die staatliche Bausparförderung auf der Kippe. Doch nach dem Steuerkompromiss im Vermittlungsausschuss müssen sich Bausparer lediglich auf geringe Kürzungen einstellen. Entgegen den ursprünglichen Regierungsplänen wird die Wohnungsbauprämie für neue Bausparverträge nicht abgeschafft. Der Prämiensatz sinkt –­ für Alt- und Neuverträge – ab diesem Jahr lediglich von 10,0 auf 8,8 Prozent. Statt jährlich 51,20 Euro bekommen Alleinstehende eine Höchstprämie von 45,06 Euro.

Etwas gekappt wird auch die Arbeitnehmersparzulage. Der Zulagensatz sinkt für Bausparer von 10 auf 9 Prozent, und das Finanzamt zahlt ihn nur noch auf vermögenswirksame Leistungen bis zu 470 Euro (bislang 480 Euro).

Bausparen bleibt trotz der Kürzungen auch als reine Geldanlage attraktiv. Denn durch die Neuregelung verringert sich die Rendite eines Bausparvertrags für Prämiensparer nur um rund zwei Zehntel Prozentpunkte.

Die günstigsten Bausparkassen bieten für eine Sparzeit von mindestens sieben Jahren noch immer Renditen von über 6 Prozent. Bei der Wahl der Kasse können sich Bausparer weiter an unserem Vergleich aus dem Vorjahr orien­tieren: Die höchsten Renditen erzielen sie bei Quelle Bausparkasse, Debeka, Huk-Coburg, Axa und Alte Leipziger.

Übrigens: Bausparer, die mithilfe unseres Tests bereits im vergangenen Jahr einen Bausparvertrag abgeschlossen haben, erzielen trotz Gesetzesänderung etwa die im Test genannten Renditen. Prämien und Zulagen fallen zwar niedriger aus. Dafür ist die Wohnungsbauprämie ­– anders als von der Regierung zunächst geplant – nicht mehr bis zum Jahr 2009 befristet.

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