Checkliste Neubau und Kauf: Der Weg zum richtigen Bausparvertrag

Vor dem Gespräch

Bedarf. Mit welchen Kosten rechnen Sie ungefähr für den Bau oder Kauf Ihrer Wunschimmobilie? Beachten sie auch die Kauf- und Baunebenkosten, die zusätzlich anfallen.

Plan. Wann wollen Sie Ihre Pläne umsetzen? Setzen Sie den frühesten Termin an, wenn Sie unsicher sind. Wollen Sie zum Beispiel in fünf bis acht Jahren bauen, kalkulieren Sie zunächst nur mit fünf Jahren Sparzeit.

Vermögen. Können Sie weitere Mittel einsetzen? Legen Sie das Geld so an, dass es rechtzeitig verfügbar ist. Auch eine Sonderzahlung in den Bausparvertrag ist möglich.

Sparrate. Wie viel können und wollen Sie monatlich sparen?

Während des Gesprächs

Vorgaben. Geben Sie vor, wann Sie die Bausparsumme brauchen und wie viel Geld Sie voraussichtlich insgesamt für den Bau oder Kauf benötigen. Geben Sie auch an, welche monatliche Spar- und Tilgungsrate Sie maximal zahlen wollen und wie viel sonstiges Eigenkapital Sie noch in die Finanzierung einbringen können.

Riester-Förderung. Wenn Sie Haus oder Wohnung selbst nutzen wollen, können Sie für den Bausparvertrag die Riester-Förderung in Anspruch nehmen. Davon kann jeder profitieren, der in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert oder Beamter ist. Wegen der staatlichen Zulagen und Steuervorteile sind die Riester-Tarife der Bausparkassen erste Wahl.

Spar- und Tilgungsplan. Lassen Sie sich ein Bausparangebot mit einem Spar- und Tilgungsplan erstellen. Daraus muss hervorgehen

  • welche Bausparsumme die Bausparkasse empfiehlt,
  • wie viel Sie einzahlen müssen,
  • wann der Vertrag voraussichtlich zugeteilt wird,
  • wie hoch Ihr Guthaben dann ist,
  • welches Darlehen Sie bekommen und
  • ·welche Monatsrate Sie dafür bis zur Entschuldung zahlen müssen.

Achten Sie darauf, dass die Zuteilung zumindest ungefähr an Ihrem Wunschtermin erfolgt.

Guthaben. Wie viel Guthaben würde die Bausparkasse auszahlen, falls Sie Ihre Pläne aufgeben und doch kein Darlehen gebrauchen können?

Fragen. Lassen Sie sich das Angebot anhand der Ausdrucke erklären. Falls der Berater mehrere Angebote macht: Welches empfiehlt er?

Gesamtfinanzierung. Der Bausparvertrag ist in aller Regel nur ein Teil der Finanzierung. Zusätzlich werden Sie ein Hypothekendarlehen einer Bank benötigen. Auch wenn Sie heute vieles noch nicht genau wissen können: Lassen Sie sich zumindest skizzieren, wie Ihre Gesamtfinanzierung aussehen könnte. Wie hoch wäre die monatliche Gesamtbelastung aus Bausparvertrag und Bankdarlehen, wenn Sie für das Bankdarlehen einen Zinssatz von beispielsweise 5 oder 6 Prozent zahlen müssen? Durch solche Beispielrechnungen können Sie einschätzen, ob Ihr Ziel realistisch ist.

Eigenkapital. Schaffen Sie es, ausreichend Eigenkapital zu sparen? Bausparguthaben und Ihr sonstiges Eigenkapital sollten zum Bau- oder Kauftermin mindestens 20 Prozent der Gesamtkosten betragen.

Nach dem Gespräch

Vergleichsangebote. Holen Sie Alternativangebote von mindestens zwei weiteren Bausparkassen ein. Erkundigen Sie sich unter www.test.de, ob es aktuelle Testergebnisse gibt.

Prüfen. Lassen Sie die Angebote von einer Verbraucherzentrale prüfen. Für einen Vergleich können Sie auch unseren Bausparrechner im Internet nutzen: www.test.de/bausparrechner

Abschluss. Haben Sie sich entschieden, kümmert sich die Bausparkasse um die Vertragsabwicklung. Sie müssen nur noch den Bausparantrag unterschreiben. Prüfen Sie aber vorher, ob Tarif, Bausparsumme und Sparbeitrag im Antrag dem Angebot entsprechen.

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