Bausparen So retten Sie Ihren Bonus

Bausparen - So retten Sie Ihren Bonus
In der Falle. Was tun, wenn Ihre Bausparkasse Sie um den Bonus bringen will? © Westend61 / Dieter Heinemann

Bausparkassen kündigen alte Verträge und verweigern Kunden den Zins­bonus. test.de stellt typische Bonusfallen vor und erklärt, wie Bausparer ihr Geld retten.

Inhalt

Bausparer verlieren oft mehrere Tausend Euro

Bausparkassen gehen immer rabiater gegen Kundinnen und Kunden vor, die noch einen alten Vertrag mit hohen Gutha­benzinsen haben. Sie nutzen nicht nur jede Möglich­keit, die für sie unrent­ablen Verträge zu kündigen. Darüber hinaus weigern sie sich oft, Bonuszinsen auszuzahlen, die sie bei Vertrags­abschluss als Belohnung versprochen haben, wenn ihre Kunden auf das Darlehen verzichten, auf das sie Anspruch haben.

Die Kassen berufen sich auf komplizierte Bedingungen im Klein­gedruckten und eine für sie güns­tige Recht­sprechung. Wer nicht aufpasst, verliert oft mehrere Tausend Euro an Extrazinsen.

Bausparbonus in Gefahr – das bietet unser Special

  • Typische Beispiele. Wir zeigen, mit welchen faulen Tricks Bausparkassen versuchen, ihre Kunden zum freiwil­ligen Ausstieg aus gutverzinsten Verträgen zu bewegen. Wir beschreiben sechs Fallen, die für Bausparer zum Verlust ihrer Bonuszinsen führen können.
  • Konkrete Tipps. Die Bauspar-Experten der Stiftung Warentest erklären, wie Sie vermeiden, in die Bonusfalle zu tappen – und wie Sie Ihren Bonus retten.
  • Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Bericht aus Finanztest 6/2021.

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Mit der Kündigung droht das Aus für den Bonus

Höchste Alarm­stufe besteht für den Bonus, wenn die Kündigung droht oder die Bausparkasse bereits gekündigt hat. Das gilt vor allem in folgenden Fällen.

  • Das angesparte Guthaben ist höher als die Bausparsumme. Die Bausparkasse darf dann in aller Regel mit einer Frist von drei Monaten kündigen.
  • Der Bauspar­vertrag erfüllt schon seit mindestens zehn Jahren die Zuteilungs­voraus­setzungen für das Bauspardarlehen. Dann darf die Bausparkasse mit einer Frist von sechs Monaten kündigen, entschied der Bundes­gerichts­hof (Az. XI ZR 272/16).
  • Sparer sind mit einer im Tarif fest­gelegten Anzahl von zum Beispiel sechs Regelsparbeiträgen im Rück­stand und kommen der Aufforderung der Bausparkasse zur Nach­zahlung nicht frist­gerecht nach. Dieses Kündigungs­recht haben sich die Bausparkassen in ihren Vertrags­bedingungen vorbehalten.

Bonuszinsen lassen sich oft noch retten

Fast immer droht mit der Kündigung das Aus für den Bonus. So behalten Bausparkassen den Bonus fast immer ein, wenn Kunden über die Bausparsumme hinaus ansparen, nach einer Kündigung nicht ausdrück­lich den Verzicht auf ein Bauspardarlehen erklären oder bestimmte Fristen verpassen. Oft werden die Kunden vor dem drohenden Verlust ihres Bonus nicht einmal gewarnt. Doch längst nicht jede Kündigung ist rechtens. Und wer recht­zeitig und richtig handelt, kann seinen Bonus retten – oft sogar noch nach der Kündigung durch die Bausparkasse. Unser Special zeigt, wie Sie dafür am besten vorgehen.

Dieser Artikel wurde erst­mals am 21. Mai 2021 auf test.de veröffent­licht. Er wurde zuletzt am 12. Oktober 2021 aktualisiert.

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