Förderung: Prämien und Zulagen machen das Bausparen attraktiv

Wohnungs­bauprämie. Bausparer mit einem zu versteuernden Jahres­einkommen von höchs­tens 25 600 Euro (Ehepaare bis 51 200 Euro) können einmal im Jahr über ihre Bausparkasse die Wohnungs­bauprämie beantragen. Bei einer Spar­leistung von bis zu 512 Euro jähr­lich (Ehepaare bis zu 1 024 Euro) zahlt der Staat 8,8 Prozent Prämie. Allein­stehende können so im Jahr bis zu 45,06 Euro Zuschuss bekommen, Ehepaare bis 90,11 Euro.

Voraus­setzung: Sie müssen den Bauspar­vertrag für wohn­wirt­schaftliche Zwecke einsetzen, etwa für den Bau oder Kauf einer Immobilie oder deren Modernisierung. Eine Ausnahme gilt nur für Sparer, die bei Vertrags­schluss jünger als 25 Jahre alt sind. Sie können nach Ablauf von sieben Jahren frei über das Bauspar­guthaben verfügen.

Arbeitnehmer­spar­zulage. Arbeitnehmer mit nied­rigem Einkommen können zudem von der Arbeitnehmer­spar­zulage profitieren. Dafür müssen sie vermögens­wirk­same Leistungen des Arbeit­gebers auf den Bauspar­vertrag über­weisen lassen. Die Einkommens­grenzen für die Arbeitnehmer­spar­zulage liegen für Allein­stehende bei 17 900 Euro zu versteuerndem Jahres­einkommen, für Ehepaare bei 35 800 Euro.

Die Zulage beträgt bis zu 43 Euro im Jahr, das sind 9 Prozent auf jähr­liche Sparbeiträge von bis zu 470 Euro. Arbeiten beide Ehegatten, verdoppelt sich der geförderte Höchst­beitrag auf 940 Euro und der maximale Zuschuss auf 86 Euro. Die Arbeitnehmer­spar­zulage müssen Bausparer bei der jähr­lichen Einkommensteuererklärung beantragen. Ausgezahlt wird sie nach sieben Jahren oder bei Zuteilung des Bauspar­vertrages. Vor Ablauf von sieben Jahren darf der Vertrag nur für Investitionen rund um die Immobilie einge­setzt werden.

Wohn-Riester. Die höchste Förderung für Bausparer ermöglicht ein Riester-Bauspar­vertrag – voraus­gesetzt, er wird für den Bau oder Kauf einer selbst genutzten Immobilie, für deren Entschuldung oder einen alters­gerechten Umbau genutzt. Hier sind jähr­lich bis zu 175 Euro Grund­zulage und bis zu 300 Euro für jedes Kind drin (185 Euro für vor 2008 geborene Kinder). Dafür müssen Bausparer jähr­lich 4 Prozent ihres im Vorjahr erzielten Brutto­einkommens abzüglich der Zulagen sparen oder in die Tilgung ihres Bauspardarlehens stecken. Mehr als 2 100 Euro im Jahr müssen es aber nicht sein.

Zudem kann jeder Förderberechtigte Riester-Beiträge bis zu 2 100 Euro im Jahr als Sonder­ausgaben absetzen. Von der Steuerersparnis zieht das Finanz­amt aber die Zulagen ab. Und es holt sich später zumindest einen Teil der Förderung zurück: Die geförderten Beträge müssen im Alter samt Zinsen nach­versteuert werden – auf einen Schlag oder in jähr­lichen Raten.

Tipp: Details zu Wohn-Riester finden Sie auf unserer Themenseite Eigenheimförderung.

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