Bausparen

Förderung: Prämien und Zulagen machen das Bausparen attraktiv

13.02.2018
Inhalt
  1. Überblick
  2. Kein Verlass mehr auf flexibles Sparen
  3. Prämien und Zulagen machen das Bausparen attraktiv
  4. Artikel als PDF (4 Seiten)

Wohnungs­bauprämie. Bausparer mit einem zu versteuernden Jahres­einkommen von höchs­tens 25 600 Euro (Ehepaare bis 51 200 Euro) können einmal im Jahr über ihre Bausparkasse die Wohnungs­bauprämie beantragen. Bei einer Spar­leistung von bis zu 512 Euro jähr­lich (Ehepaare bis zu 1 024 Euro) zahlt der Staat 8,8 Prozent Prämie. Allein­stehende können so im Jahr bis zu 45,06 Euro Zuschuss bekommen, Ehepaare bis 90,11 Euro.

Voraus­setzung: Sie müssen den Bauspar­vertrag für wohn­wirt­schaftliche Zwecke einsetzen, etwa für den Bau oder Kauf einer Immobilie oder deren Modernisierung. Eine Ausnahme gilt nur für Sparer, die bei Vertrags­schluss jünger als 25 Jahre alt sind. Sie können nach Ablauf von sieben Jahren frei über das Bauspar­guthaben verfügen.

Arbeitnehmer­spar­zulage. Arbeitnehmer mit nied­rigem Einkommen können zudem von der Arbeitnehmer­spar­zulage profitieren. Dafür müssen sie vermögens­wirk­same Leistungen des Arbeit­gebers auf den Bauspar­vertrag über­weisen lassen. Die Einkommens­grenzen für die Arbeitnehmer­spar­zulage liegen für Allein­stehende bei 17 900 Euro zu versteuerndem Jahres­einkommen, für Ehepaare bei 35 800 Euro.

Die Zulage beträgt bis zu 43 Euro im Jahr, das sind 9 Prozent auf jähr­liche Sparbeiträge von bis zu 470 Euro. Arbeiten beide Ehegatten, verdoppelt sich der geförderte Höchst­beitrag auf 940 Euro und der maximale Zuschuss auf 86 Euro. Die Arbeitnehmer­spar­zulage müssen Bausparer bei der jähr­lichen Einkommensteuererklärung beantragen. Ausgezahlt wird sie nach sieben Jahren oder bei Zuteilung des Bauspar­vertrages. Vor Ablauf von sieben Jahren darf der Vertrag nur für Investitionen rund um die Immobilie einge­setzt werden.

Wohn-Riester. Die höchste Förderung für Bausparer ermöglicht ein Riester-Bauspar­vertrag – voraus­gesetzt, er wird für den Bau oder Kauf einer selbst genutzten Immobilie, für deren Entschuldung oder einen alters­gerechten Umbau genutzt. Hier sind jähr­lich bis zu 175 Euro Grund­zulage und bis zu 300 Euro für jedes Kind drin (185 Euro für vor 2008 geborene Kinder). Dafür müssen Bausparer jähr­lich 4 Prozent ihres im Vorjahr erzielten Brutto­einkommens abzüglich der Zulagen sparen oder in die Tilgung ihres Bauspardarlehens stecken. Mehr als 2 100 Euro im Jahr müssen es aber nicht sein.

Zudem kann jeder Förderberechtigte Riester-Beiträge bis zu 2 100 Euro im Jahr als Sonder­ausgaben absetzen. Von der Steuerersparnis zieht das Finanz­amt aber die Zulagen ab. Und es holt sich später zumindest einen Teil der Förderung zurück: Die geförderten Beträge müssen im Alter samt Zinsen nach­versteuert werden – auf einen Schlag oder in jähr­lichen Raten.

Tipp: Details zu Wohn-Riester finden Sie auf unserer Themenseite Eigenheimförderung.

13.02.2018
  • Mehr zum Thema

    Voll­tilgerdarlehen und Bauspar-Kombikredite Feste Raten bis zum Schluss – unter 1 Prozent

    - Immobilienkäufer können sich mit einem Kredit, bei dem die Zinsen für die gesamte Lauf­zeit von bis zu 30 Jahren fest­geschrieben sind, dauer­haft vor steigenden Zinsen...

    Beratung Bausparen Viele Bausparkassen fallen im Test durch

    - Bausparkassen beraten zu oft an den Kunden vorbei, empfehlen ungüns­tige Tarif­varianten, über­höhte Bausparsummen, extreme Tilgungs­beiträge und Sparpläne mit zu hohem...

    Baukredit-Vergleich Der beste Kredit fürs Traum­haus

    - Keine Baufinanzierung ist wie die andere. Unser Baukredit-Vergleich zeigt, in welchem Fall es Kredite schon ab 0,45 Prozent gibt und wann 1,08 Prozent ein Spitzen­angebot...