Bauspar­rechner

FAQ Bauspar­rechner: So funk­tioniert der Vergleichs­rechner

Welche Bausparkassen und Tarife sind im Vergleich der Stiftung Warentest enthalten? Wie bewertet der Bauspar­rechner die Tarife für mich? Und wozu brauche ich eigentlich eine TAN? Unsere FAQ beant­worten die wichtigsten Fragen zum Vergleichs­rechner Bausparen.

Inhalt

Antworten auf die wichtigsten Fragen

Was hat es mit der TAN auf sich?

Wenn Sie den Vergleichs­rechner frei­schalten, erhalten Sie eine TAN (Trans­aktions­nummer) und können damit beliebig oft inner­halb von 28 Tagen auf unseren Vergleichs­rechner zugreifen. Sie können Ihren Kapitalbedarf, die Spardauer, Sparraten und Sonderzah­lungen beliebig variieren oder beispiels­weise Berechnungen mit und ohne staatliche Wohnungs­bauprämie erstellen.

Wird der Vergleichs­rechner auf allen Internet-Browsern korrekt ange­zeigt?

Der Bauspar­rechner läuft auf den aktuellen Versionen der bekannten Browser (Chrome, Firefox, Safari, Internet Explorer, Microsoft Edge). Sollte die Darstellung auf Ihrem Bild­schirm nicht zufrieden­stellend sein, über­prüfen Sie, ob Sie die aktuell verfügbare Version Ihres Browsers nutzen und führen Sie gegebenenfalls eine Aktualisierung Ihres Browsers durch.

Welche Angaben muss ich für den Vergleich machen?

Für den Vergleich sind nur wenige Pflicht­angaben erforderlich: Die Spar­zeit bis zur Ihrer geplanten Finanzierung und entweder Ihre monatliche Sparrate oder Ihren Kapitalbedarf, den Sie mit dem Bauspar­vertrag decken möchten. Optional können Sie auch Ihr Bundes­land und eine Sonderzahlung zu Vertrags­beginn eingeben.

Wie sucht der Bauspar­rechner die Tarife für mich aus?

Der Bauspar­rechner berück­sichtigt grund­sätzlich alle Tarife, mit denen Ihre Vorgaben zur Spar­zeit, zum Kapitalbedarf und zur Sparrate erfüllt werden. Sie haben die Möglich­keit, die Tarif­suche durch weitere Einstel­lungen einzuschränken oder zu erweitern. Zum Beispiel können Sie wählen, ob der Bauspar­vertrag genau zum gewünschten Finanzierungs­termin zugeteilt werden soll oder ob auch Tarife zugelassen sind, bei denen die Zuteilung erst einige Monate später erfolgt. Einige Grund­sätze für die Tarif­wahl sind im Rechner fest einge­stellt und können nicht geändert werden. Dazu gehört zum Beispiel, dass die Spar­leistungen nicht höher sein dürfen als die tariflichen Regelsparbeiträge, sofern höhere Sparraten nicht ausdrück­lich zugelassen sind. Damit wird vermieden, dass Sparpläne aufgestellt werden, die möglicher­weise nicht realisier­bar sind, weil Bausparkassen die Einzahlungen jeder­zeit auf den Regelsparbeitrag beschränken können.

Wie bewertet der Bauspar­rechner die Tarife?

Wir bewerten Bauspar­verträge nach dem „Finanzierungs­vorteil“ – dem in heutigem Geld­wert ausgedrückten Zins­vorteil gegen­über einer alternativen Finanzierung über eine Bank (siehe auch So haben wir getestet). Diese Bank­finanzierung dient als Bewertungs­maßstab. Der Sparer legt dabei die gleichen Sparraten wie beim Bauspar­vertrag in einen Bank­sparplan an. Sein Vorhaben finanziert er am Ende der Spar­zeit mit dem Bank­guthaben und einem Bank­darlehen, für das er die gleichen Kreditraten zahlt wie für das Bauspardarlehen. Der Finanzierungs­vorteil entspricht dem heutigen Geld­wert (Barwert) der Zins­ersparnis, die der Bauspar­vertrag gegen­über der alternativen Bank­finanzierung bietet.

Die Zins­sätze für den Bank­sparplan und das Bank­darlehen sind im Rechner unter „Bewertungs­zins­sätze“ voreinge­stellt (0,5 Prozent für den Bank­sparplan und 4,0 Prozent für das Bank­darlehen). Die Werte können Sie individuell ändern.

Eine Änderung der Bewertungs­zins­sätze führt bei allen Bauspar­verträgen zu einer Änderung des Finanzierungs­vorteils. Wenn Sie zum Beispiel einen güns­tigeren Zins­satz als 4,0 Prozent für das Bank­darlehen ansetzen, wird der Finanzierungs­vorteil der Bauspar­verträge kleiner. Dagegen steigt der Finanzierungs­vorteil, wenn für die Bank­finanzierung ein höherer Zins­satz unterstellt wird.

Entscheidend für den Vergleich ist: Die Änderung wirkt sich bei allen Bauspar­tarifen etwa gleich aus. Die Rang­folge der Bausparkassen ändert sich nicht oder nur gering­fügig. Die Rang­folge der Bausparkassen im Vergleich ist daher weit­gehend unabhängig von der Höhe der Bewertungs­zins­sätze.

In der Stan­dard­ansicht sortiert der Bauspar­rechner die Tarife nach der Höhe des Finanzierungs­vorteils. Sie können die gefundenen Tarife aber auch nach der Höhe der Sparrate, des Tilgungs­beitrags oder des Auszahlungs­betrags sortieren.

Kann ich die Ergeb­nisse speichern?

Ja. Sie können sich zu jedem berechneten Bauspar­tarif ein PDF mit den Konditionen und Spar- und Tilgungs­plänen erstellen. Das PDF können Sie speichern und drucken. Außerdem können Sie jeweils drei Bauspar­tarife auswählen, die der Rechner über­sicht­lich in allen Details miteinander vergleicht. Diese Vergleiche können Sie ebenfalls als PDF erstellen lassen und speichern.

Kann ich mich auf den berechneten Zuteilungs­termin voll verlassen?

Nein. Es lässt sich zwar genau berechnen, wann die Bausparsumme voraus­sicht­lich zugeteilt wird. Eine feste Zusage dürfen die Bausparkassen und natürlich auch wir nicht geben. Die Zuteilungs­prognose steht unter dem Vorbehalt, dass sich die Zielbe­wertungs­zahl nicht erhöht, die der Vertrag vor der Zuteilung erreichen muss.

Die Zahl hängt von der Geschäfts­entwick­lung der Bausparkasse ab, vor allem vom Neugeschäft, aber auch von der Spar­leistung der Altkunden und von der Zahl der Bausparer, die auf ihr Darlehen verzichten. So könnte ein Rück­gang im Neugeschäft und ein Anstieg der Darlehens­nach­frage dazu führen, dass Bausparkassen die Warte­zeiten für ihre Bausparer verlängern müssen.

Dennoch taugt der prognostizierte Zuteilungs­termin gut zur Orientierung. Die Zuteilungs­fristen der Bausparkassen sind seit vielen Jahren stabil. Und zurzeit haben die Bausparkassen flüssige Mittel im Über­fluss, weil immer weniger Sparer ihre Bauspardarlehen abrufen.

Warum werden nach der Suche keine Treffer ange­zeigt?

In diesem Fall hat der Bauspar­rechner keinen Tarif gefunden, der Ihre Vorgaben erfüllt. Das kann zum Beispiel passieren, wenn die gewünschte Spar­zeit bis zur Zuteilung sehr kurz ist. Oder die Bausparsumme ist zu hoch, um den Bauspar­vertrag mit der gewünschten Sparrate recht­zeitig zuzu­teilen. Eventuell erhalten Sie Treffer, wenn Sie die Suchein­stel­lungen erweitern. Andernfalls müssen Sie Ihre Eingaben zu Spardauer, Sparrate oder Kapitalbedarf ändern.

Warum werden für eine Bausparkasse mehrere Tarife ange­zeigt?

Die Anzeige mehrerer Varianten ermöglicht es, neben dem Finanzierungs­vorteil zusätzliche Kriterien bei der Tarif­wahl zu berück­sichtigen. Die vom Finanzierungs­vorteil her güns­tigste Variante muss nicht immer die beste sein. Es kann zum Beispiel sein, dass ein anderer Tarif der gleichen Bausparkasse einen etwas kleineren Finanzierungs­vorteil hat, der Bausparer aber nur eine geringere Monats­rate für das Bauspardarlehen zahlen muss. Für Bausparer, die Wert auf eine geringe monatliche Belastung legen, kann dieser Tarif die bessere Wahl sein.

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64 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 26.04.2022 um 14:28 Uhr
Berücksichtigung Regelsparbeitrag beim Rechner

@andy1607: Selbstverständlich berücksichtigt der Rechner Regelsparbeiträge. Einmalzahlungen werden auf die Regelsparbeiträge angerechnet. Ein Rückstand besteht frühestens dann, wenn die Summe aus Einmalzahlungen und Sparbeiträgen die zu leistenden Regelsparbeiträge übersteigt.

andy1607 am 25.04.2022 um 15:52 Uhr
Berücksichtigung Regelsparbeitrag beim Rechner

In Ihrem Artikel von August 2021 heißt es:
"Regelsparbeitrag beachten. Fast alle Tarifbedingungen verpflichten dazu, einen festen monatlichen Regelsparbeitrag zu zahlen. Bausparkassen empfehlen aber oft Verträge mit viel höheren oder nied­rigeren Raten. Vorsicht: Solche Sparpläne sind in aller Regel unver­bindlich..."
Nun gibt Ihr Bausparrechner aber je nach gewählten Parametern selbst häufig Sparpläne aus, bei denen der monatliche Regelsparbeitrag nicht eingehalten wird, insb. wenn man eine größere anfängliche Einmalzahlung plant, oder wenn man eine relativ kurze Spardauer vorgibt bis zur gewünschten Zuteilung. Wie ist das zu interpretieren? Gilt der Regelsparbeitrag auch trotz anfänglicher Einmalzahlung oder wird diese hier irgendwie verrechnet? Wie verhält es sich mit kurzen Vertragslaufzeiten - ohne hohe Einmalzahlung zu Beginn ist es hier ja gar nicht möglich mit dem Regelsparbeitrag auf eine kürzerer Sparzeit zu kommen...?

Profilbild Stiftung_Warentest am 25.01.2022 um 09:24 Uhr
Bausparvertrag / Erneuerung Heizung

Was eine wohnungswirtschaftliche Verwendung ist, steht in § 1 Abs. 3 Bausparkassengesetz:
www.gesetze-im-internet.de/bausparkg/__1.html
Wohnungswirtschaftliche Maßnahmen im Sinne des Gesetzes sind:
1. die … Verbesserung von überwiegend zu Wohnzwecken bestimmten Gebäuden und von Wohnungen, …
2. …

Die Finanzierung des Einbaus oder der Erneuerung einer Heizung gehört zu den Maßnahmen, für die das Bauspardarlehen verwandt werden kann.
Bei alten Bausparverträgen, die vor dem 31. Dezember 2008 abgeschlossen wurden, gilt eine Besonderheit. Dort kann die Prämie auch anderwärtig verwendet werden, wenn die Laufzeit von 7 Jahren erfüllt ist.

Für seit dem 1. Januar 2009 abgeschlossene Verträge ist die Prämie dauerhaft an eine wohnwirtschaftliche Verwendung wie Bau/Kauf oder Modernisierung/Renovierung gebunden. Bausparer, die jünger als 25 Jahre sind, bleiben jedoch von dieser Verwendungsbindung ausgenommen. Von dieser Regelung kann jeder Bausparer einmal Gebrauch machen.

Klippenland am 24.01.2022 um 21:55 Uhr
Welche Hürden gibt es?

Einen Wohnriestervertrag konnte ich nicht nutzen, da die durchgeführte Baumaßnahme an den Bedingungen scheiterte. Die Tür zum Badezimmer konnte nicht auf die geforderte Breite vergrößert werden. Daher kein Anspruch. Also Auszahlung und Rückzahlung aller Prämien bzw. Steuervorteile. Welche Hürden gibt es bei der "normalen Bausparprämie"? Wäre z. B. der Austausche iner heizungsanlage ein ausreichender wohnwirtschaftlicher Verwendungszweck?

Profilbild Stiftung_Warentest am 25.01.2021 um 14:00 Uhr
Der Rechner ist für mich wertlos

@KarlPaulWilhelm: Wer einfach nur sparen und Prämie kassieren will, braucht den Rechner nicht. Der ist vor allem dann relevant, wenn Sie ihn in eine Immobilienfinanzierung einplanen, also bauen oder kaufen wollen, wie wir schon in der Einleitung schreiben. Für Sie passend ist unser Test zu den Bausparverträgen. Bedenken sie aber: Frei verfügen können Sie über das Geld am Ende nur, wenn Sie beim Abschluss des Vertrages unter 25 Jahre alt waren. Waren Sie älter, darf das Geld nur für einen wohnwirtschaftlichen Zweck verwendet werden. Sonst müssen die erhaltenen Vergünstigungen zurückgezahlt werden. Rechnen Sie auch nicht mit üppigen Zinsen. Auf das Guthaben zahlen die Bausparkassen nur noch Mikrozinsen von meist 0,01 bis 0,10 Prozent. (PH)
https://www.test.de/Bausparen-mit-Praemie-So-finden-Sie-den-besten-Bausparvertrag-5562604-0/