Von Abschlussgebühr bis Zuteilung

Abschlussgebühr: Sie beträgt je nach Tarif 1,0 oder 1,6 Prozent der Bausparsumme. Die Abschlussgebühr wird bei einigen Tarifen erstattet, wenn der Bausparer auf das Darlehen verzichtet.

Bauspardarlehen: Bei den meisten Tarifen ergibt sich die Höhe des Darlehens aus der Differenz zwischen Bausparsumme und Bausparguthaben. Es gibt aber auch Tarife mit einem festen Darlehensanspruch von 50 Prozent der Bausparsumme. Mitunter hängt die Darlehenshöhe auch von den erzielten Zinsen und der Höhe des Tilgungsbeitrags ab. Der Darlehenszinssatz beträgt meist 3,95 bis 4,50 Prozent, die Laufzeit acht bis elf Jahre. Bauspardarlehen dürfen nur für „wohnungswirtschaftliche Zwecke“ eingesetzt werden.

Bausparsumme: Betrag, über den ein Bausparvertrag abgeschlossen wird. Von der Bausparsumme hängen die Abschlussgebühr, das Mindestguthaben und der Tilgungsbeitrag ab. Die Bausparsumme wird ausgezahlt, wenn der Vertrag die Zuteilungsvoraussetzungen (Mindestsparguthaben und Zielbewertungszahl) erfüllt.

Bewertungszahl: Kennziffer für die Sparleistung eines Bausparers. In die Bewertungszahl gehen die Höhe der Sparraten, die Sparzeit und oft auch die Höhe des Tilgungsbeitrags ein. Sie wird an mehreren Stichtagen im Jahr – je nach Kasse monatlich, viertel- oder halbjährlich – ermittelt. An den Stichtagen legen die Bausparkassen auch die Zielbewertungszahl fest, die ein Sparer mindestens erreichen muss.

Darlehensgebühr: Sie beträgt 2 bis 3 Prozent des Bauspardarlehens. Bei den meisten neuen Tarifen gibt es keine Darlehensgebühr mehr.

Erhöhung: Bausparer können jederzeit eine Erhöhung der Bausparsumme beantragen. Für den erhöhten Teil der Bausparsumme verlangt die Kasse eine erneute Abschlussgebühr.

Guthabenzins: Er beträgt je nach Bausparkasse und Tarif zwischen 1 und 3 Prozent. Verzichtet der Bausparer auf sein Darlehen, erhält er in einigen Tarifen zusätzlich einen Zinsbonus.

Mindestsparguthaben: Vor der Zuteilung des Vertrags muss der Bausparer je nach Tarif 30 bis 50 Prozent der Bausparsumme ansparen.

Regelsparbeitrag: Von den Bausparkassen vorgegebener Sparbeitrag (monatlich zwischen 3 und 10 Promille der Bausparsumme), zu dem sich der Bausparer verpflichtet. In der Praxis kann jedoch jeder seinen Vertrag ansparen, wie er will, zum Beispiel auch eine Zeit lang mit dem Sparen aufhören.

Tilgungsbeitrag: Monatsrate aus Zins und Tilgung, die der Bausparer für das Darlehen aufbringen muss. Sie beträgt oft 6 Promille der Bausparsumme. Viele Tarife lassen Bausparern die Wahl zwischen Raten von beispielsweise 5,6 oder 8 Promille der Bausparsumme.

Zuteilung: Zeitpunkt, ab dem die Bausparkasse die Bausparsumme zur Auszahlung bereithält – je nach Kasse zwei bis neun Monate nach dem Stichtag, an dem ein Bausparer die Zuteilungsvoraussetzungen erfüllt hat.

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