Sturm auf die Prämien

Ab Januar 2004 soll die Wohnungsbauprämie für Neuverträge abgeschafft werden.

Bis zum Ende des Jahres haben Bausparer die vielleicht letzte Chance, sich Wohnungsbauprämien zu sichern. Ab 2004, so sieht es der Regierungsentwurf zum Bundeshaushalt vor, fällt die Prämie weg. Nur für Verträge, die vor dem 1. Januar abgeschlossen werden, soll es sie noch bis 2009 geben.

Die Prämie beträgt 10 Prozent auf eine jährliche Sparleistung von maximal 512 Euro (Ehepaare 1 024 Euro). Voraussetzung ist ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von höchstens 25 600 Euro (Ehepaare 51 200 Euro). Außerdem dürfen Bausparer erst nach sieben Jahren frei über ihr Guthaben verfügen. Vor Ablauf der Sperrfrist dürfen sie das Geld nur zur Baufinanzierung verwenden. Sonst gehen alle Prämien verloren.

Nicht auf der Streichliste der Bundesregierung jedoch steht die Sparzulage, die Arbeitnehmer beantragen können, wenn sie vermögenswirksame Leistungen auf ein Bausparkonto überweisen lassen. Die Zulage beträgt pro Arbeitnehmer 10 Prozent auf jährliche Beiträge bis zu 480 Euro. Die Einkommensgrenzen sind aber niedriger als für die Wohnungsbauprämie (siehe Tabelle).

Mit Prämien oder Zulagen lohnt sich Bausparen immer – egal ob der Bausparer später ein Darlehen nimmt oder sich nur das Guthaben auszahlen lässt. Um die Förderung auszuschöpfen, reicht allerdings ein Vertrag mit kleiner Bausparsumme, ungefähr in Höhe des Zehnfachen der jährlich mit Prämien und Sparzulagen geförderten Sparbeiträge. Ein Ehepaar beispielsweise schöpft die Wohnungsbauprämie für sieben Jahre bereits mit einer Bausparsumme von rund 10 000 Euro voll aus.

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