Keine Garantie für den Zuteilungstermin

Bausparkassen dürfen nicht fest zusagen, wann der ­Kunde an sein Geld kommt. Doch ihre Zuteilungsfristen sind seit vielen Jahren stabil.

Bausparkassen können ihren Kunden ­genau vorrechnen, wann sie die Bausparsumme voraussichtlich zuteilen werden. Eine feste Zusage dürfen sie allerdings nicht geben. Ihre Rechnung gilt nur unter dem Vorbehalt, dass sich die Ziel­bewertungszahl (siehe „Von Abschlussgebühr bis Zuteilung“) nicht erhöht, die der Vertrag vor einer Zuteilung erreichen muss.

Diese Zahl hängt von der Geschäfts­entwicklung der Kasse ab, vor allem vom Neugeschäft, aber auch von der Sparleistung der Altkunden, von der Zahl der Bausparer, die auf ihr Darlehen verzichten und von der Höhe der staatlichen Wohnungsbauprämien.

So könnte ein Rückgang im Neugeschäft längerfristig dazu führen, dass Bausparkassen gezwungen wären, die Warte­zeiten für ihre Bausparer zu verlängern.

Dennoch taugt der von der Bausparkasse prognostizierte Zuteilungstermin sehr gut zur Orientierung. Die Zuteilungs­fristen der Bausparkassen sind schon seit vielen Jahren stabil.

Seit 1991 haben alle Bausparkassen ­einen „Fonds zur bauspartechnischen Absicherung“ gebildet, der die Zuteilung auch bei schleppendem Geldzufluss zumindest vorübergehend stabil halten kann. Und zurzeit haben die Bauspar­kassen flüssige Mittel im Überfluss, weil immer weniger Sparer ihre Bauspar­darlehen abrufen.

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