Tipps

Verzichten Sie nicht vorschnell auf das Bauspardarlehen - auch wenn der Zinssatz zunächst nicht besonders attraktiv erscheint. Grund: Bauspardarlehen haben bestimmte Vorteile, die Sie beim Vergleich zu einem Bankdarlehen berücksichtigen sollten:

  • Sondertilgungen. Sie können jederzeit Sondertilgungen in beliebiger Höhe leisten, wenn Sie Bausparer sind. Bei Banken können Sie Sondertilgungsrechte dagegen oft nur gegen einen Zinsaufschlag vereinbaren. Beispiel: Ein Sondertilgungsrecht von jährlich zehn Prozent kostet meist einen Aufschlag von 0,1 bis 0,25 Prozentpunkten auf die volle Darlehenssumme. Diese Zinsaufschläge können Sie sparen, wenn Sie einen Bankkredit mit einem Bauspardarlehen kombinieren.
  • Kleinsummen-Zuschläge. Der Zinssatz für das Bauspardarlehen ist unabhängig von der Höhe des Darlehens. Das kann bei kleineren Bauvorhaben, wie einer Modernisierung, ein Vorteil sein. Denn im Gegensatz dazu gelten bei Banken erst ab Kreditsummen von 50.000 oder 100.000 Euro Topzinsen. Für kleinere Darlehen müssen Kreditnehmer oft einen Zinsaufschlag bis zu einem Prozentpunkt zahlen. Viele Banken und auch günstige Internetvermittler lehnen Kleindarlehen sogar generell ab.
  • Nachrang-Zuschläge. Bausparkassen vergeben ihre Darlehen nach Einheitskonditionen bis zu 80 Prozent des geschätzten Immobilienwertes. Bankdarlehen werden dagegen meist teurer, wenn die Kreditsumme 60 Prozent dieses Beleihungswertes übersteigt. Bei einigen Banken verteuert sich dann das Darlehen um 0,1 bis 0,25 Prozentpunkte. Andere Institute splitten die Finanzierung: Für den Beitrag, der die 60-Prozent-Marke übersteigt, müssen Kunden ein so genanntes nachrangiges Darlehen aufnehmen. Dieses ist im Schnitt einen halben Prozentpunkt teurer als das erstrangige Darlehen.

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