Baurecht Meldung

Baumängel sorgen für Zündstoff. Fechten Anwälte einen Streit rund ums Baurecht aus, so ist in sechs von zehn Fällen ein Baumangel die Ursache. Das berichtet der Bauherren-Schutzbund (BSB), der 1 800 Streitfälle untersucht hat. Streitigkeiten nach der Pleite von Baufirmen oder wegen Verzögerungen am Bau fallen wenig ins Gewicht.

Zu Mängeln kommt es häufig, weil die Bau- und Leistungsbeschreibung zu ungenau ist – die Baufirmen nutzen den Spielraum, um Materialien von geringer Qualität einzubauen. Auch der Zeit- und Kostendruck verleitet die Unternehmen zum Schludern. Baufehler wie Risse und undichte Stellen, falsch eingebaute Türen und Fenster oder schlampig verlegte Fliesen schlagen dann mit mehreren tausend Euro zu Buche.

Je später ein Schaden entdeckt wird, umso höher sind die Kosten. Nicht immer kommt die Baufirma dafür auf.

Tipp: Unabhängige Berater prüfen Baustelle und Vertrag. Das kostet zwar mehrere hundert oder sogar einige tausend Euro, spart aber hinterher Geld und Ärger. Eine Beratung bieten neben dem BSB zum Beispiel Tüv und Verbraucherzentralen, die Dekra, der Verband Privater Bauherren (VPB) und der Verein „Wohnen im Eigentum“. Mehr dazu im Artikel: Bauvertrag: Fallen vermeiden aus Finanztest 5/2010.

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