Baumschutz Meldung

Laub und Obst, das von Nachbars Baum in den Garten fällt, sorgt oft für Ärger. Grundsätzlich muss der Nachbar weder Zweige noch unterirdisch hin­über­wach­sende Wurzeln dulden. Er darf Zweige aber nur abschneiden, wenn der Baumbesitzer Gelegenheit hatte, sie innerhalb einer angemessenen Frist selbst zu beseitigen. Unter Berücksichtigung der Wachstums- und Obsterntezeit ist es am sinnvollsten, eine Frist von etwa drei Wochen im Spätherbst oder Winter zu setzen. Es darf aber nicht jeder Baum beliebig gefällt oder gestutzt werden, nur weil seine Zweige hinüberwachsen. Hat der störende Baum einen Stammumfang von mehr als 60 Zentimetern, fällt er eventuell unter eine Baumschutzsatzung oder -verordnung der Gemeinde. Er kann dann nur beseitigt werden, wenn es für den Nachbarn unzumutbar wäre, die Störung weiterhin zu ertragen. Die Frage richtet sich also an die Gemeinde, ob eine derartige Vorschrift besteht.

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