Bauherrenhaft­pflicht, Bauleistungs­versicherung Gut und günstig versichert in der Bauphase

02.05.2017
Bauherrenhaft­pflicht, Bauleistungs­versicherung - Gut und günstig versichert in der Bauphase
© Lisa Rock

Geht beim Bauen etwas schief, droht der Ruin. Schutz bietet eine Bauherren-Haft­pflicht­versicherung. Sie zahlt, wenn der Bauherr haftet. Ohne sie sollte er besser gar nicht erst anfangen zu bauen. Zweite wichtige Versicherung für Bauherren: die Bauleistungs­versicherung. Sie tritt ein, wenn auf der Baustelle wegen unvor­hersehbarer Umstände Schäden entstehen. Finanztest hat insgesamt 55 Bauversicherungen untersucht und sagt, welche gut und günstig schützen.

Bauherrenhaft­pflicht, Bauleistungs­versicherung

  • Testergebnisse für 34 Bauherren-Haft­pflicht­ver­sicherung für Pri­vatleute 05/2017Anzeigen
  • Testergebnisse für 21 Bau­leis­tungs­ver­sicherung 05/2017Anzeigen
Inhalt
Liste der 55 getesteten Produkte
Bauherren-Haft­pflicht­ver­sicherung für Pri­vatleute 05/2017 - Angebote, die alle wichtigen Leis­tungen ent­halten
  • Axa
  • Bayerische
  • BGV Badische
  • Bruderhilfe
  • Concordia
  • Europa
  • GHV Darmstadt
  • Gothaer
  • Grundeigentümer
  • GVO
  • Haftpflichtkasse Darmstadt
  • Huk-Coburg Allg.
  • Interrisk
  • Itzehoer
  • Lippische
  • Nürnberger
  • Öffentl. Braunschweig
  • Rheinland
  • Vers.kammer Bayern
  • VHV
  • Volkswohl Bund
  • VPV
  • Waldenburger
  • WGV
  • Württembergische
Bauherren-Haft­pflicht­ver­sicherung für Pri­vatleute 05/2017 - Angebote mit Lücken bei wichtigen Leis­tungen
  • Alte Leipziger
  • Basler
  • Bayer. Hausbesitzer
  • CosmosDirekt
  • Debeka
  • DEVK
  • Ergo
  • HDI
  • Mannheimer (Top)
Bau­leis­tungs­ver­sicherung 05/2017
  • Alte Leipziger
  • Axa (Basis)
  • Axa (Exclusiv)
  • Basler
  • Bayer. Hausbesitzer
  • BGV Badische
  • Concordia
  • Ergo
  • Gothaer
  • Grundeigentümer
  • HDI
  • Interrisk
  • Mannheimer
  • Nürnberger
  • Vers.kammer Bayern (Plus)
  • Vers.kammer Bayern (Standard)
  • VHV
  • Waldenburger
  • WGV
  • Württembergische
  • Zurich

Bauherr zahlt fast immer

Wenn sich auf Baustellen wegen unzu­reichender Unfall­verhütung ein Unfall ereignet, steht fast immer der Bauherr für die Folgen gerade. Hat sich das Opfer schwer verletzt, kann die Schaden­ersatz­leistung für den Bauherren existenz­bedrohend sein. Der Bauherr kann die Pflicht zur Absicherung zwar auf Firmen oder einen Bauleiter über­tragen, aber auch das ist Unfall­opfern gegen­über oft unwirk­sam. Dann muss zunächst doch wieder er zahlen. Vor diesem Ungemach schützt eine gute Bauherrenhaft­pflicht­versicherung. Unser Test zeigt: Keineswegs alle Angebote schließen alle wichtigen Leistungen ein. Zudem gibt es große Preis­unterschiede.

Begrenzter Schutz durch Privathaft­pflicht­versicherung

Manche Häuslebauer sind bereits über ihre Privathaft­pflicht­versicherung geschützt. Zumindest für kleinere Baustellen reicht der Schutz bei sehr vielen Policen. Oft allerdings reicht der Privathaft­pflicht­schutz nur für kleinere Baustellen bis 50 000 Euro. In die für den Versicherungs­schutz entscheidende Bausumme sind alle Kosten von der Einrichtung der Baustelle bis zur Fertigstellung einzurechnen. Der Preis fürs Grund­stück zählt aber nicht mit.

Tipp: Sie sind an einer guten Privathaft­pflicht­versicherung interes­siert? Die Analyse Privathaftpflichtversicherung der Stiftung Warentest ermittelt für Sie güns­tige Angebote.

Steigende Bausumme und Verlängerung melden

Zeichnet sich im Laufe der Bauarbeiten ab, dass die Kosten die versicherte Bausumme über­steigen, müssen Bauherren sich sofort beim Versicherer melden und ihre Bauherrenhaft­pflicht­versicherung erweitern. Sie laufen sonst Gefahr, dass der Versicherungs­schutz komplett verloren geht. Ist bereits ein Schaden entstanden, kommt die Erhöhung der Versicherungs­summe zu spät. Es bleibt dann nur, auf Kulanz zu hoffen. Werden die Bauarbeiten nicht recht­zeitig fertig, müssen Bauherren außerdem unbe­dingt ihre Police verlängern. Meist ist das gegen Mehr­beitrag möglich. Anderenfalls muss ein neuer Vertrag her.

Für Schäden während des Baus

Weniger wichtig als die Bauherrenhaft­pflicht­versicherung, aber ebenfalls sinn­voll, ist eine Bauleistungs­versicherung. Sie zahlt, wenn auf der Baustelle aus unvor­hersehbaren Gründen Schäden entstehen. Im Ernst­fall rettet diese Versicherung das Eigenheim. Viele Bauherren werden kaum in der Lage sein, einen von ­einem Unwetter zerstörten Rohbau auf eigene Kosten neu zu errichten.

Bauleistungs­versicherung – Schutz mit Lücken

Eine Bauleistungs­versicherung schützt aber längst nicht vor jedem finanziellen Risiko. So müssen Bauherren sich selbst helfen, wenn eines ihrer Bauunter­neh­men insolvent wird, bevor ­bezahlte Leistungen fertig werden. Auch Diebstahl ist nur und erst dann versichert, wenn Materialien fest einge­baut sind; solange sie lagern oder nur lose befestigt sind, zahlt die Bauleistungs­versicherung nicht. Unser Test zeigt: In Preis und Leistungen unterscheiden sich die Angebote für Bauleistungs­versicherungen deutlich.

02.05.2017
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