Bauherrenhaft­pflicht, Bauleistungs­versicherung Gut und günstig versichert in der Bauphase

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Bauherrenhaft­pflicht, Bauleistungs­versicherung - Gut und günstig versichert in der Bauphase
Hausbau. Bauherren müssen sich gegen Haft­pflicht­fälle absichern und sie sollten sich vor Schäden auf der Baustelle schützen. © Getty Images / Jo Kirchherr

Geht beim Bauen etwas schief, droht der Ruin. Unerläss­lich ist eine Bauherren-Haft­pflicht­versicherung. Außerdem ist eine Bauleistungs­versicherung sinn­voll.

Bauherrenhaft­pflicht, Bauleistungs­versicherung

  • Testergebnisse für 34 Bauherren-Haft­pflicht­ver­sicherung für Pri­vatleute 05/2017 Anzeigen
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Inhalt
Liste der 55 getesteten Produkte
Bauherren-Haft­pflicht­ver­sicherung für Pri­vatleute 05/2017 - Angebote, die alle wichtigen Leis­tungen ent­halten
  • Axa
  • Bayerische
  • BGV Badische
  • Bruderhilfe
  • Concordia
  • Europa
  • GHV Darmstadt
  • Gothaer
  • Grundeigentümer
  • GVO
  • Haftpflichtkasse Darmstadt
  • Huk-Coburg Allg.
  • Interrisk
  • Itzehoer
  • Lippische
  • Nürnberger
  • Öffentl. Braunschweig
  • Rheinland
  • Vers.kammer Bayern
  • VHV
  • Volkswohl Bund
  • VPV
  • Waldenburger
  • WGV
  • Württembergische
Bauherren-Haft­pflicht­ver­sicherung für Pri­vatleute 05/2017 - Angebote mit Lücken bei wichtigen Leis­tungen
  • Alte Leipziger
  • Basler
  • Bayer. Hausbesitzer
  • CosmosDirekt
  • Debeka
  • DEVK
  • Ergo
  • HDI
  • Mannheimer (Top)
Bau­leis­tungs­ver­sicherung 05/2017
  • Alte Leipziger
  • Axa (Basis)
  • Axa (Exclusiv)
  • Basler
  • Bayer. Hausbesitzer
  • BGV Badische
  • Concordia
  • Ergo
  • Gothaer
  • Grundeigentümer
  • HDI
  • Interrisk
  • Mannheimer
  • Nürnberger
  • Vers.kammer Bayern (Plus)
  • Vers.kammer Bayern (Standard)
  • VHV
  • Waldenburger
  • WGV
  • Württembergische
  • Zurich

Schutz vor Haftung und Sach­schäden

Die Bauherrenhaft­pflicht­versicherung zahlt, wenn der Bauherr in die Haftung gerät. Ohne sie sollte er gar nicht erst anfangen zu bauen. Zweite wichtige Versicherung für Bauherren: die Bauleistungs­versicherung. Sie tritt ein, wenn auf der Baustelle wegen unvor­hersehbarer Umstände Schäden entstehen. Finanztest hat insgesamt 55 Bauversicherungen untersucht und sagt, welche gut und günstig schützen.

Bauherr zahlt fast immer

Wenn sich auf Baustellen wegen unzu­reichender Unfall­verhütung ein Unfall ereignet, steht fast immer der Bauherr für die Folgen gerade. Hat sich das Opfer schwer verletzt, kann die Schaden­ersatz­leistung für den Bauherren existenz­bedrohend sein. Der Bauherr kann die Pflicht zur Absicherung zwar auf Firmen oder einen Bauleiter über­tragen, aber auch das ist Unfall­opfern gegen­über oft unwirk­sam. Dann muss zunächst doch wieder er zahlen. Vor diesem Ungemach schützt eine gute Bauherrenhaft­pflicht­versicherung. Unser Test zeigt: Keineswegs alle Angebote schließen alle wichtigen Leistungen ein. Zudem gibt es große Preis­unterschiede.

Begrenzter Schutz durch Privathaft­pflicht­versicherung

Manche Häuslebauer sind bereits über ihre Privathaft­pflicht­versicherung geschützt. Zumindest für kleinere Baustellen reicht der Schutz bei sehr vielen Policen. Oft allerdings reicht der Privathaft­pflicht­schutz nur für kleinere Baustellen bis 50 000 Euro. In die für den Versicherungs­schutz entscheidende Bausumme sind alle Kosten von der Einrichtung der Baustelle bis zur Fertigstellung einzurechnen. Der Preis fürs Grund­stück zählt aber nicht mit.

Tipp: Sie sind an einer guten Privathaft­pflicht­versicherung interes­siert? Die Analyse Privathaftpflichtversicherung der Stiftung Warentest ermittelt für Sie güns­tige Angebote.

Steigende Bausumme und Verlängerung melden

Zeichnet sich im Laufe der Bauarbeiten ab, dass die Kosten die versicherte Bausumme über­steigen, müssen Bauherren sich sofort beim Versicherer melden und ihre Bauherrenhaft­pflicht­versicherung erweitern. Sie laufen sonst Gefahr, dass der Versicherungs­schutz komplett verloren geht. Ist bereits ein Schaden entstanden, kommt die Erhöhung der Versicherungs­summe zu spät. Es bleibt dann nur, auf Kulanz zu hoffen. Werden die Bauarbeiten nicht recht­zeitig fertig, müssen Bauherren außerdem unbe­dingt ihre Police verlängern. Meist ist das gegen Mehr­beitrag möglich. Anderenfalls muss ein neuer Vertrag her.

Für Schäden während des Baus

Weniger wichtig als die Bauherrenhaft­pflicht­versicherung, aber ebenfalls sinn­voll, ist eine Bauleistungs­versicherung. Sie zahlt, wenn auf der Baustelle aus unvor­hersehbaren Gründen Schäden entstehen. Im Ernst­fall rettet diese Versicherung das Eigenheim. Viele Bauherren werden kaum in der Lage sein, einen von ­einem Unwetter zerstörten Rohbau auf eigene Kosten neu zu errichten.

Bauleistungs­versicherung – Schutz mit Lücken

Eine Bauleistungs­versicherung schützt aber längst nicht vor jedem finanziellen Risiko. So müssen Bauherren sich selbst helfen, wenn eines ihrer Bauunter­neh­men insolvent wird, bevor ­bezahlte Leistungen fertig werden. Auch Diebstahl ist nur und erst dann versichert, wenn Materialien fest einge­baut sind; solange sie lagern oder nur lose befestigt sind, zahlt die Bauleistungs­versicherung nicht. Unser Test zeigt: In Preis und Leistungen unterscheiden sich die Angebote für Bauleistungs­versicherungen deutlich.

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Profilbild Stiftung_Warentest am 06.04.2021 um 18:20 Uhr
Definition Bausumme

@paulpanterWÜ: Nicht alle Versicherer definieren die Bausumme gleich. Wir haben nicht untersucht, welche Versicherer die Kosten für die Leistungen von Architekten, Ingenieuren und Behörden dazu zählen oder ausschließen. Bitte fragen Sie vor dem Abschluss konkret beim Versicherer nach, was zur Bausumme gehört. (maa)

paulpanterWÜ am 01.04.2021 um 16:48 Uhr
Bausumme = Kosten gem. DIN 276 - 2006 ??

Es wird bei der Bauleistungsversicherung der Beitrag nach der Bausumme berechnet.
Handelt es sich hierbei um die Kostenschätzung gem. DIN 276-2006 oder um reine Erstellungskosten/Baukosten?
Die Frage ist insoweit von Bedeutung, da die Kostenschätzung der DIN auch die Nebenkosten der Kostengruppe 700 (Architektenhonorare etc.) enthalten sind. Diese betragen gerne mal rd. 20 %.
Vielen Dank

Profilbild Stiftung_Warentest am 09.11.2020 um 10:19 Uhr
Was für eine Art von Vandalismus ist versichert?

@beatit: Vandalismus ist eine vorsätzliche Beschädigung des Gebäudes oder des Baugrundstücks durch Dritte. Wir haben uns mit den (sicher vielfältigen) Möglichkeiten denkbarer Beschädigungen bei der Untersuchung nicht im Einzelnen befasst. Insofern müssten Sie bitte beim Versicherer nachfragen, welche Schäden genau durch die Bedingungen abgedeckt sind. (PH)

beatit am 07.11.2020 um 17:27 Uhr
Was für eine Art von Vandalismis ist versichert?

Mich würde es sehr interessieren, welche Art von Vandalismus bei einer Bauleistungsversicherung mitversichert ist. Bei unseren Nachbarn wurde das Schnurgerüst nach der Absteckung zerstört. Somit muss durch den Vermesser das Schnurgerüst erneut abgesteckt werden. Wäre diese Art von Vandalismus durch die Bauleistungsversicherung abgesichert bzw. wenn nicht, gibt es eine Versicherung, die solche Schäden absichern würde? Vielen Dank!

Profilbild Stiftung_Warentest am 25.05.2020 um 14:21 Uhr
Doppelhaus = 2 x alle Versicherungen?

@OrSz80: Die entscheidende Frage ist: Wer ist Bauherr? Das kommt darauf an, wer mit wem die Bauverträge abgeschlossen hat. Die Regel dürfte sein: Jeder ist für seine Doppelhaushälfte der Bauherr und muss sich dann selbst um sein Haftpflichtrisiko kümmern. Es aber auch denkbar und ohne Weiteres zulässig, sich für den Bau eines Doppelhauses zusammenzutun und den Bau gemeinsam in Auftrag zu geben. Es gibt dann nur einen Bauvertrag, indem die beiden Bauherren gemeinsam das Bauunternehmen beauftragen. (dda)