Bauherren-Schutzbund Meldung

Die Verträge, die Bauherren in Deutschland unterschreiben, haben meist gravierende Mängel. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Bauherrenschutzbundes zusammen mit dem Institut für Bauforschung Hannover. Die Analyse von 100 Bauverträgen zeigte: Meist bergen die Verträge hohe wirtschaftliche Risiken. Häufig fehlen wichtige Regelungen, stattdessen stehen viele verbotene Klauseln zugunsten der Baufirmen im Vertragstext.

  • Bauzeit und Fertigstellungstermin sind in 56 Prozent der untersuchten Verträge nicht verbindlich geregelt.
  • Nur in 37 Prozent der Verträge ist ein Festpreis bis zur Fertigstellung vereinbart. In vielen Verträgen fehlt eine klare Regel zur Bauabnahme.
  • Kurze Zahlungsfristen setzen Bauherren unter Druck. Für noch nicht erbrachte Leistungen wird Vorkasse verlangt. Sicherheiten für den Bauherren fehlen dagegen häufig.

Das Fazit der Studie: Bauherrn erhalten für ihr Geld in aller Regel nicht, wovon sie bei Vertragsschluss ausgehen.

Tipp: Holen Sie sich sachkundigen Rat, bevor Sie einen Bauvertrag unterschreiben. Finanztest hat die Angebote unabhängiger Berater unter die Lupe genommen und in Heft 05/2010 dargestellt (siehe Meldung „Fallen vermeiden“).

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