Bauherren, die ihr Haus ohne Baugenehmigung errichten, gehen ein hohes Risiko ein. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat in einem Fall entschieden, dass die Baubehörde selbst Jahrzehnte nach dem Bau noch den Abriss anordnen kann (Az. 10 K 1951/07). Der Pächter eines Kleingartens hatte bereits Anfang der 80er Jahre auf dem Grundstück ein Wohnhaus gebaut. Eine Baugenehmigung hatte er nicht beantragt. Die hätte er auch nicht bekommen, weil das Gelände im Flächennutzungsplan als Grünfläche ausgewiesen war. Der Schwarzbau stand fast 30 Jahre, dann ordnete die Bauaufsichtsbehörde den Abriss des Gebäudes an. Dagegen klagte der Pächter vergeblich. Für das illegal errichtete Gebäude gebe es keinen Bestandsschutz, entschieden die Richter – selbst wenn die Behörde über Jahre hinweg nicht eingeschritten sei. Der Abriss sei auch nicht unverhältnismäßig, er stelle nur den ordnungsgemäßen Zustand wieder her.

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