Bausparen: Zuteilungs­termin nicht garan­tiert

Die Bausparkassen können genau berechnen, wann sie die Bausparsumme voraus­sicht­lich zuteilen werden. Eine feste Zusage dürfen sie aber nicht geben. Denn der Zuteilungs­termin hängt nicht nur von den Spar­leistungen des Bausparers, sondern auch von der Geschäfts­entwick­lung der Bausparkasse ab. So könnte ein Rück­gang im Neugeschäft und ein Anstieg der Darlehens­nach­frage dazu führen, dass Bausparkassen die Warte­zeiten für ihre Bausparer verlängern müssen.

Fristen seit Jahren stabil

Die Zuteilungs­prognose bietet trotzdem eine gute Orientierung. Die Zuteilungs­fristen der Bausparkassen sind seit vielen Jahren stabil. Und zurzeit schwimmen die Bausparkassen im Geld. Auf absehbare Zeit ist kaum damit zu rechnen, dass sich die Fristen dramatisch verschlechtern könnten.

Zwei Varianten der Zins­bindung

Eine Garantie, dass der Vertrag pünkt­lich ausgezahlt wird, gibt es aber nicht. Wie stark sich eine Verzögerung bei einem Kombikredit auswirkt, hängt von der Zins­ver­einbarung für das Voraus­darlehen ab. Bei einigen Kassen endet die Zins­bindung mit dem Datum der prognostizierten Zuteilung. Verzögert sie sich, muss das Voraus­darlehen verlängert werden – vermutlich zu höherem Zins­satz als heute. Muss der Kunde das Darlehen um ein Jahr zu 5 Prozent verlängern, würde sich der Effektivzins der Kombikredite im Test um etwa 0,2 bis 0,3 Prozent­punkte erhöhen.

Sicherer ist eine Zins­bindung bis zur tatsäch­lichen Zuteilung. Dann sind Zins­erhöhungen ausgeschlossen, auch bei verspäteter Zuteilung. Eine Verlängerung des Voraus­darlehens um ein Jahr würde den Effektivzins nur um wenige Hundertstel erhöhen. In der Tabelle Kombikredite der Bausparkassen sind diese Angebote in der Spalte „Zins fest bei verzögerter Zuteilung“ mit „ja“ gekenn­zeichnet.

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