Kaufen und mieten im Vergleich

Baufinanzierung Test

Auf lange Sicht ist das Eigenheim oft eine rentable Geldanlage.

Lohnt sich ein Eigenheim? Die Antwort hängt von den Einkommens- und Vermögens-Verhältnissen, aber auch von der Entwicklung von Mieten, Zinsen und Immobilienpreisen ab. Gewissheit gibt es nicht. Doch unter realistischen Annahmen ist das Eigenheim meist eine gute Anlage.

Modellrechnung

Käufer/Mieter: Ehepaar mit einem Kind, Steuersatz 30 Prozent, Eigenkapital 70 000 Euro, Eigenheimzulage acht Jahre lang 2 045 Euro.

Kaufpreis für gebrauchtes Reihenhaus: 230 000 Euro zuzüglich 20 000 Euro Nebenkosten.

Kredit: 180 000 Euro, 6,0 Prozent Zinsen, 2,0 Prozent Tilgung.

Mietersparnis: 750 Euro monatlich (850 Euro Vergleichsmiete abzüglich 100 Euro Instandsetzungskosten).

Wert- und Mietsteigerung: 1,5 Prozent pro Jahr.

Vergleich

Ob sich der Kauf lohnt, zeigt der Vermögensvergleich. Das Vermögen des Käufers besteht aus dem Immobilienwert abzüglich der Kreditrestschuld. Der Mieter erzielt sein Vermögen, indem er sein Eigenkapital und die laufende Ersparnis gegenüber dem Hauskauf zu 4,5 Prozent vor Steuern in festverzinslichen Wertpapieren anlegt.

Durch die Kaufnebenkosten ist der Mieter anfangs im Vorteil. Doch nach 15 Jahren kippt die Rechnung. Nach 30 Jahren hat der Käufer 100 000 Euro Vorsprung.

Das Ergebnis hängt stark von den getroffenen Annahmen ab. So steigt der Vorteil des Eigentümers bei höherem Eigenkapital und schnellerer Tilgung. Weniger Eigenkapital, niedrige Tilgung oder höhere Anlagezinsen wirken zugunsten der Mietwohnung. Mit dem Finanztest-Vergleichsrechner können Sie Ihren Fall berechnen und unterschiedliche Szenarien durchspielen.

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