Baufinanzierung

Commerz­bank: Kompliziert und viel zu teuer

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Baufinanzierung Alle Testergebnisse für Praxis­test Bau­finanzierung 03/2017

Inhalt

„Das Zins­Garan­tieModell bietet Ihnen Zins­sicherheit und gleich­bleibende Raten und güns­tige Konditionen.“ So wirbt die Commerz­bank für eine spezielle Kredit­kombination mit einem Bauspar­vertrag. „Kompliziert und teuer“ wäre die treffendere Beschreibung dieses Modells, das einem unserer Tester empfohlen wurde.

Damit er von der Bank 240 000 Euro für den Wohnungs­kauf bekommt, sollte er zwei Kredite von zusammen 350 000 Euro abschließen: Ein Voll­tilgerdarlehen in Höhe von 60 000 Euro, das er in sechs Jahren komplett zurück­zahlt. Zudem ein tilgungs­freies Darlehen von 290 000 Euro, mit dem ein Wüstenrot-Bauspar­vertrag mit gleich hoher Bausparsumme vorfinanziert wird. Vom Darlehen bekommt der Kreditnehmer nur 180 000 Euro ausgezahlt. 110 000 Euro fließen in den Bauspar­vertrag, der ohne weitere Sparraten nach sechs Jahren zugeteilt wird und dann das Darlehen ablöst.

Wir haben nachgerechnet: Mit einem Effektivzins von 2,7 Prozent für die knapp 20-jährige Gesamt­lauf­zeit war die komplizierte Kombination eine der teuersten Finanzierungen im Test. Bei vergleich­baren Angeboten güns­tiger Banken hätte der Kunde rund 35 000 Euro weniger Zinsen zahlen müssen. Die hohen Kosten des Commerz­bank-Angebots waren allerdings kaum erkenn­bar. Denn die Bank verschwieg den Effektivzins für die Gesamt­lauf­zeit der Bauspar­kombination – ein Verstoß gegen die Preis­angaben­ver­ordnung (Viele Banken nennen nicht den Effektivzins).

Dazu kommt: Der Kunde hätte sich das Modell gar nicht leisten können. Die Monats­rate war 350 Euro zu hoch.

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lobeaboki am 08.10.2018 um 05:18 Uhr

Kommentar vom Administrator gelöscht. Grund: Spam

Profilbild Stiftung_Warentest am 04.05.2017 um 09:27 Uhr
Formel für Nebenkosten im Eigenheim aus ft 03/2017

@ralph.meder: Die von uns genannte Pauschale empfehlen wir, solange die tatsächlichen Werte noch nicht bekannt sind und dienen einer ersten groben Einschätzung der Kosten für den Immobilienerwerb. Sie stellt einen groben Richtwert pro Quadratmeter Wohnfläche dar und beinhaltet alle Betriebskosten, die nach der Betriebskostenverordnung bei vermieteten Wohnungen auf den Mieter abgewälzt werden können, zuzüglich Instandhaltungs- und Verwaltungskosten. Sobald es sich um ein konkretes Objekt handelt, sollten Sie sich die Nebenkostenabrechnungen vom Verkäufer aushändigen lassen und dann die Finanzierung anhand dieser Daten genau prüfen. (AK)

ralph.meder am 03.05.2017 um 12:57 Uhr
Formel für Nebenkosten im Eigenheim aus ft 03/2017


Im Artikel "Der beste Weg zum Kredit" aus finanztest 03/2017 wird vorgeschlagen, wie man vor dem geplanten Hauskauf eine realisierbare Kreditrate berechnet. Zur Abschätzung der zukünftigen Nebenkosten wird empfohlen, wenn man diese für die neue Bleibe noch nicht kenne, pro Monat 3,50 € pro Quadratmeter anzusetzen. Meine Frage lautet: sollten damit etwa Energie, Strom, Müll, Immobilien-bezogene Pflicht-Versicherungen (Brand- bzw. Elementarschadenvers., Haftpflicht,..) abgedeckt sein und welche Flächenangabe wird zur Berechnung herangezogen? Die reine Hausfläche oder die gesamte Wohnfläche (jedes Stockwerk)? Dachgeschoss je nach Dachschrägen anteilig und auch Keller extra? Das bleibt völlig unklar. Die Faustformel scheint da für Eigentumswohnungen eher Sinn zu ergeben. Die Antwort auf diese Fragen würde uns für die Planung unserer Finanzierung sehr interessieren, da eine gesonderte Ermittlung aller dieser Kosten sehr zeitaufwändig ist.

ralph.meder am 03.05.2017 um 12:52 Uhr

Kommentar vom Autor gelöscht.

Profilbild Stiftung_Warentest am 16.02.2017 um 10:15 Uhr
Beratung ersetzt nicht Selbstverantwortung

@perseushelm: Anders als in Ihrem Fall, wird eine Baufinanzierung i.d.R. einmal im Leben durchgeführt. Vielen Verbrauchern sind weder die Begrifflichkeiten noch die möglichen Fallstricke einer Finanzierung bekannt. Das zeigen uns die vielen Zuschriften unserer Leser. Gerade für jene Baufinanzierer können lange Zinsfestschreibungen – zumal in der jetzigen Tiefzinsphase – Finanzierungssicherheit bedeuten.
Wer bereits eine oder mehrere Baufinanzierungen hinter sich hat, weiß sicherlich, worauf es ankommt. (dda)