Bauen und Modernisieren Meldung

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau hilft beim Modernisieren und beim Energiesparen mit günstigen Förderdarlehen. Auch Bauherren und Wohnungskäufer profitieren.

So günstig wie heute kamen Hauseigentümer wohl noch nie an Geld, um ihre Immobilie zu modernisieren. Nach dem Zinsrutsch auf dem Kapitalmarkt hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) die ohnehin schon günstigen Zinsen für ihre Kreditprogramme weiter gesenkt. Die Bank hat außerdem den Förderkatalog in den letzten Monaten erweitert.

So erhalten Hauseigentümer seit April nicht nur KfW-Kredite für Maßnahmen, die Energie sparen, sondern für fast alle Investitionen zur Instandhaltung und Modernisierung. Und wer jetzt alte Einzelöfen austauscht oder ein Energiesparhaus baut, kann mit besonders günstigen Konditionen rechnen.

Keine Einkommensgrenzen

Die Kredite der Förderbank stehen allen Eigentümern von Wohngebäuden offen. Einkommensgrenzen wie bei der Eigenheimzulage gibt es hier nicht.

Ob der Eigentümer das Haus oder die Wohnung selbst bewohnt oder vermietet, ist meist egal. Nur die Kredite aus dem Wohneigentumsprogramm sind für Selbstnutzer reserviert.

Konkurrenzlos niedrige Zinsen

Für Energiesparer und Modernisierer lohnt sich die KfW-Finanzierung in jedem Fall. Dazu einige Beispiele:

  • Für eine Kombination aus Wärme­dämmung und neuer Heizanlage erhalten Eigentümer älterer Gebäude einen Kredit mit zehnjähriger Zinsbindung ab einem Effektivzins von 1,31 Prozent (alle Zinssätze Stand 1. Juli). Hat das Haus eine Wohnfläche von 120 Quadratmetern, können sie damit bis zu 30 000 Euro finanzieren.
  • Den Bau eines Energiesparhauses belohnt die KfW mit einem Kredit bis zu 50 000 Euro zu Effektivzinsen ab 2,32 Prozent bei zehn Jahren Zinsbindung.
  • Ein Kredit für die neue Fassade, ein neues Bad oder die fällige Dachreparatur kostet Hauseigentümer in den ersten vier Jahren nur einen Effektivzins von 1,84 bis 2,47 Prozent.

Kredite für Bau und Kauf

Unabhängig von einer Modernisierung fördert die KfW auch den Kauf oder Bau selbst genutzter Häuser und Wohnungen mit einem Darlehen bis zu 30 Prozent der Gesamtkosten (inklusive Grunderwerbsteuer, Grundbuch- und Notargebühren).

Die Zinssätze sind nicht so niedrig wie in den übrigen Programmen, liegen aber meist um 0,25 bis 0,50 Prozent unter vergleichbaren Bankangeboten. Wegen der hohen Darlehenssumme sparen Kreditnehmer auch mit dem scheinbar geringen Zinsvorteil noch viel Geld.

Unschlagbar günstig sind die KfW-Kredite aus dem Wohneigentumsprogramm allerdings nicht. Internetvermittler und Direktbanken können die Zinssätze zuweilen noch unterbieten.

Kombinieren lohnt sich

Immobilienbesitzer können häufig Kredite aus mehreren KfW-Programmen kombinieren. Wer beispielsweise ein älteres Haus kauft und anschließend modernisiert, kann einen Kredit aus dem Wohneigentumsprogramm beantragen und die Modernisierungskosten mit Krediten aus den übrigen KfW-Programmen finanzieren (siehe auch die beiden Finanzierungsbeispiele).

Eine Kombination bietet sich oft auch bei umfangreichen Maßnahmen zum Energiesparen an. Reicht das Darlehen aus dem Gebäudesanierungsprogramm nicht aus, kann der Bauherr die Finanzierungslücke mit einem – etwas teureren – Darlehen aus dem Programm zur CO2-Minderung schließen. Dafür gibt es keine Höchstgrenze.

Antrag auf Umwegen

Die Förderkredite können Eigentümer nicht direkt bei der KfW, sondern nur über ein Kreditinstitut beantragen. Die meisten Banken machen das.

Doch kein Institut ist verpflichtet, KfW-Darlehen zu vermitteln. Wenn die Hausbank mauert, bleibt also nur der Weg zu einem anderen Institut. Dieser Weg lohnt sich allemal.

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