Bauen im Winter Meldung

Weil Putz und Estrich bei Kälte kaum trocknen, bildet sich im Winter an jeder zweiten Baustelle Schimmel, schätzt der Verband Privater Bauherren (VPB). Mitunter müssen Bauherren für tausende Euro Wände und Dachbalken ersetzen. Dafür stehen viele Baufirmen erst gerade, wenn die Geschädigten vor Gericht gewinnen – das kann Jahre dauern.

Baustelle. Wer im Winter baut, sollte die Öffnungen mit Planen gut abdecken oder Türen und Fenster frühzeitig einbauen. Fehlt das Dach, müssen die Mauerwerkskronen mit einer Folie geschützt werden, manchmal muss ein Notdach her. Wird im Erdgeschoss zum Trocknen der Wände geheizt, muss der Treppenschacht dicht sein. Andernfalls zieht die Luft ins Dachgeschoss, kühlt ab und kondensiert. Holz und Wände saugen die Feuchtigkeit auf und schimmeln.

Vertrag. Viele Baufirmen locken mit einem frühen Bauende. Vorsicht: Im Vertrag verstecken die Firmen Klauseln, die eine späte Fertigstellung erlauben, warnt der VPB. Aus dem Vertrag sollte klar hervorgehen, wozu die Firma bei Verspätung verpflichtet ist und was sie im Winter tun muss. Bauherren sollten Vertrag und Baustelle von Experten prüfen lassen – mehr steht auf www.test.de, Suchworte „Bauen“ und „Beratung“.

Schimmel. Nicht alle Schimmelpilze sind gefährlich. Unsere Schimmelanalyse schafft Klarheit. Details erläutern wir unter www.test.de/analyse-schimmel. Die Analyse kostet 47 Euro.

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