Für Wohnungs­käufer und Bauherren ist die Wahl der Zins­bindung ihres Hypothekendarlehens eine wichtige Vorentscheidung. Nur für die Zeit der Zins­bindung können sie fest kalkulieren. Mehr Bindung bringt mehr Sicherheit, aber auch höhere Zinsen. Der Zins­bindungs­rechner von test.de hilft bei der Entscheidung.

Sicher ist sicher

Die Entscheidung ist kompliziert. Entscheidend ist die Höhe der Rest­schuld bei Auslaufen der Zins­bindung und die Prognose der Zins­entwick­lung. Der test.de-Excel-Rechner ermittelt exakt, bis zu welchem Anschluss­zins­satz die kürzere Zins­bindung güns­tiger ist. Wer für ausreichend wahr­scheinlich hält, dass die Zinsen zum fraglichen Zeit­punkt nicht höher liegen, kann sich auf die kürzere Zins­bindung einlassen. Wer in Zukunft mit höheren Zinsen rechnet, sollte die längere Zins­bindung wählen. Zusatz­option bei längerer Zins­bindung: Wenn die Zinsen nach zehn Jahren gesunken sein sollten, lässt sich der Kredit kündigen und die Rest­schuld über ein neues Darlehen zum güns­tigeren Zins­satz finanzieren. Die Zins­bindung bindet nur die Bank über den gesamten Zeitraum. Kreditnehmer können jeden Kredit mit mehr als zehn Jahren Lauf­zeit kündigen.

Rechnen Sie selbst

Sie geben die Konditionen für Darlehen 1 mit der längeren Zins­bindung an und dann die für Darlehen 2 mit der kürzeren. Damit beide Kredite vergleich­bar bleiben, setzt das Programm bei Darlehen 2 auto­matisch den gleichen Auszahlungs­betrag und die gleiche Monats­rate an wie bei 1. Die gegen­über Darlehen 1 ersparten Zinsen fließen in eine entsprechend höhere Tilgung. Welche Variante güns­tiger ist, hängt vom Zins­satz ab, den Sie für Darlehen 2 nach Ablauf der ersten Zins­bindung zahlen müssen.

Gleichgewichts­zins

Das Programm berechnet den Gleichgewichts­zins. Das ist der Zins­satz der Anschluss­finanzierung, bei dem beide Varianten zum gleichen Ergebnis führen. Am Ende der längeren Zins­bindung von Darlehen 1 haben beide die gleiche Rest­schuld. Müssen Sie für Darlehen 2 nach Ende der Zins­bindung einen höheren Zins­satz als den Gleichgewichts­zins­satz zahlen, ist es trotz anfäng­lichen Zins­vorteils teurer. Liegt der Zins­satz nied­riger, macht sich die kürzere Bindung bezahlt. Je nied­riger (höher) der Gleichgewichts­zins­satz, desto attraktiver ist für Sie das Darlehen mit der längeren (kürzeren) Zins­bindung.

Hinweis: Bitte speichern Sie den Excel-Rechner auf Ihre Fest­platte und öffnen Sie ihn direkt aus Excel. Dazu klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Link und wählen „Ziel speichern unter“ bzw. „Verknüpfung speichern unter“. Sie benötigen mindestens Excel 97. Bevor Sie mit diesem Programm rechnen können, müssen Sie die Analyse-Funk­tionen in Excel akti­vieren. Sie finden sie im Menü Extras, Befehl Add-In-Manager. Ist sie nicht verfügbar, müssen Sie das Setup-Programm ausführen und die Analyse-Funk­tionen installieren.

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