Sparen mit KfW-Förderdarlehen

Eine Familie will ein altes Haus für 200 000 Euro (inklusive Nebenkosten) kaufen. Neue Heizung, Fenster und Wärmedämmung kosten 30 000 Euro. Nach Abzug ihres Eigenkapitals benötigt die Familie 150 000 Euro Kredit. Sie erhält zwei Angebote mit zehn Jahren Zinsbindung.

Bank A bietetein Darlehen von 150 000 Euro zu einem Effektivzins von 4,70 Prozent (Nominalzins 4,60 Prozent) bei 3,00 Prozent ­Tilgung, Monatsrate 950 Euro.

Bank B verlangt fürihr Darlehen einen Effektivzins von 5,01 Prozent (Nominalzins 4,90 Prozent). Dieses Darlehen beträgt aber nur 60 000 Euro. In Höhe von 90 000 Euro vermittelt die Bank Förderdarlehen der KfW: 60 000 Euro aus dem Wohneigentumsprogramm zu einem Effektivzins von 4,63 Prozent und für die Energiesparmaßnahmen 30 000 Euro aus dem Gebäudesanierungsprogramm zu einem Effektivzins von 1,91 Prozent. Die Tilgung der Kredite ist so abgestimmt, dass die ­Monatsraten zusammen wie bei Bank A 950 Euro betragen.

Vergleich: Da die Raten gleich hoch sind, ist die Variante mit der niedrigsten Restschuld am Ende der Zinsbindung am günstigsten.

Ergebnis: Trotz schlechterer Konditionen für das Bankdarlehen spart der Kreditnehmer mit Bank B rund 6 800 Euro.

Bank A / Bank B
Restschuld Bankkredit nach 10 Jahren (Euro): 99 946 / 28 515
+ Restschuld KfW-Darlehen Wohneigentum (Euro): - / 47 739
+ Restschuld KfW-Darlehen Gebäudesanierung (Euro): - / 16 783
= Gesamtrestschuld (Euro): 99 946 / 93 037
Vorteil Bank B (Euro): 6 909

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