Sparen mit der Eigenheimzulage

Eine Familie mit zwei Kindern benötigt für den Hauskauf 100 000 ­Euro. Sie erhält zwei Kreditangebote mit je zehn Jahren Zinsbindung und 600 Euro Monatsrate.

Bank A bietetein Darlehen von 100 000 Euro zu einem Effektivzins von 4,80 Prozent (Nominalzins 4,70 Prozent, 2,50 Prozent Tilgung). Sondertilgungen sind nicht möglich.

Bank B hat schlechtere Standardkonditionen, kombiniert den Kredit aber mit einem Zulagedarlehen in Höhe von 19 500 Euro zu einem ­Effektivzins von 4,53 Prozent. Dieses Darlehen zahlt der Kreditnehmer binnen acht Jahren mit der jährlichen Eigenheimzulage von 2 850 ­Euro zurück. 80 500 Euro finanziert die Bank mit einem Kredit zu ­einem Effektivzins von 4,91 Prozent (Nominalzins 4,80 Prozent).

Vergleich: Bank B verwendet die Zulagen wie Eigenkapital. Schließt die Familie bei Bank A ab, hat sie die Zulage frei zur Verfügung. Für den Vergleich haben wir angenommen, dass die Familie die Zulage zu 3,5 Prozent anlegt und am Ende der Zinsbindung zur Tilgung einsetzt.

Ergebnis: Obwohl Bank A den niedrigeren Darlehenszins bietet, spart der Kreditnehmer mit Bank B knapp 2 000 Euro.

Bank A / Bank B
Restschuld nach 10 Jahren (Euro): 68 164 / 37 790
- Guthaben aus Eigenheimzulage (Euro): 28 466 / -
= Gesamtrestschuld (Euro): 39 698 / 37 790
Vorteil Bank B (Euro) 1 908

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