Diese Schad­stoffe fielen bei unseren Prüfungen auf

Tricyclazol. Ein Mittel, das im Reis­anbau verwendet wird. Es verhindert Pilzbefall, der Halme umkni­cken lässt. In der EU ist der Stoff nicht zugelassen. Schlüssige Daten zur gesundheitlichen Bewertung fehlen. Fünf Produkte über­schreiten den neuen Grenz­wert (Basmatireis, „Ein Pestizid mit neuem Grenz­wert“).

Carbendazim. Ein Mittel, das Pilz­erkrankungen bekämpft. Es kann auch das Abbau­produkt anderer Pestizide sein. In der EU ist es nicht zugelassen. Der Stoff gilt als erbgutver­ändernd und frucht­barkeits­schädigend. Ein Produkt über­schreitet den Grenz­wert.

Thia­methoxam. Ein Mittel zum Abwehren von Insekten. Es zählt zur Gruppe der sogenannten Neonikotinoide, die Bienen schädigen können. Diese Stoffe sind in der EU zugelassen, aber stark einge­schränkt: Sie dürfen ab Ende 2018 nicht mehr im Freien angewendet werden. Ein Produkt über­schreitet den erlaubten Höchst­gehalt.

Aflatoxin B1. Lagert Reis zu feucht, kann Schimmel entstehen. Schimmelpilze können dann krebs­er­regende Gifte bilden – die Aflatoxine. Kein Produkt enthält mehr als erlaubt. Zwei sind aber hoch belastet.

Phosphan. Ein Begasungs­mittel gegen Vorrats­schädlinge, das etwa in Schiffs­containern einge­setzt wird. Phosphan ist für Bio-Ware tabu. Es baut sich während der Lagerung ab und ist allenfalls noch in Voll­korn­reis nach­weisbar. Gefähr­lich ist nur der Direkt­kontakt mit dem Gas – der abge­packte Reis selbst ist unbe­denk­lich. Phosphan ist aber schlecht für die Umwelt. In zwei Bio-Basmati fanden wir Rück­stände von Phosphan.

Methylbromid. Ein Begasungs­mittel, das Vorrats­schädlinge abtötet. In der EU darf es nicht angewendet werden, in den reis­produzierenden Ländern Indien und Pakistan ist es aber erlaubt. Gefähr­lich ist nur der Direkt­kontakt mit dem Gas, der abge­packte Reis ist unbe­denk­lich. Methylbromid ist schlecht für die Umwelt. Das flüchtige Gas lässt sich nicht nach­weisen, aber sein Bestand­teil Bromid. Bromid kann auch natürlichen Ursprungs sein. Bei zwei Produkten im Test lag der Bromid­gehalt aber knapp unter dem Grenz­wert. Solch hohe Gehalte zusammen mit anderen Faktoren lassen nur den Schluss zu, dass der Reis mit Methylbromid begast wurde. Die Anbieter konnten das auf Nach­frage nicht entkräften.

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