Ausgewählt, geprüft, bewertet

Im Test: 31-mal Basmati-Reis, darunter weißer Reis (16 lose, 6 in Kochbeuteln), 6-mal Voll­korn­reis und 3 vorgegarte Produkte. Davon 5 Bioprodukte, 1 Fairtrade-Reis und 1 Bio/Fairtrade-Reis.

Einkauf der Prüf­muster: März und April 2010.

Alle Ergeb­nisse und Bewertungen beziehen sich auf Proben mit dem jeweils angegebenen Mindest­halt­barkeits­datum. Preise: Anbieterbefragung bzw. Handels­erhebung im Juni 2010.

ABWERTUNGEN

Das test-Qualitäts­urteil konnte maximal eine Note besser sein als die sensorische Beur­teilung. War diese oder das Schad­stoff­urteil mangelhaft, konnte das Qualitäts­urteil nicht besser sein. Dieses konnte bei ausreichendem Schad­stoff­urteil nur eine halbe Note besser sein. Bei ausreichender oder mangelhafter Authentizität konnte das test-Qualitäts­urteil nicht besser sein.

SENSORISCHe BEUR­TEILUNG: 40 %

Nach Packungs­empfehlung zubereitet: Wie vom Anbieter empfohlen – ggf. unter Zugabe von Salz und Fett. Vorgegarter Reis wurde in der Mikrowelle nach Packungs­vorschrift erwärmt. Die Proben wurden gleich nach der Zubereitung unter stan­dardisierten Bedingungen serviert. Fünf auf Basmatireis geschulte Prüf­personen prüften jeden Reis vor der Zubereitung (Aussehen, Geruch) und verkosteten jedes zubereitete Produkt. Sie beschrieben Art und Intensität in punkto Aussehen, Geruch, Geschmack, Konsistenz. Die Bewertungen erfolgten losgelöst von der sensorischen Prüfung. Stan­dardisierte Zubereitung: Loser Reis wurde nur unter Zugabe von Wasser in einem haus­halts­üblichen Reiskocher gegart, Kochbeutelreis ohne Zutaten wie angegeben in Wasser gekocht. Fehlte der typische Basmati-Duft, waren Geruch oder Geschmack fremd­artig oder die Konsistenz untypisch (verklumpt, verkleistert, zerkocht), wurde abge­wertet.

AUTHENTIZITÄT: 20 %

Wir prüften mittels DNA-Finger­abdruck und in Zweifels­fällen zusätzlich per Duftgen­analyse, ob es sich um zugelassenen Basmatireis handelt. Die Reissorten wurden dabei quantifiziert und der Anteil an Nicht-Basmatireis (Fremdreis) ermittelt. Entsprechend dem „Code of Practice on Basmati Rice“ untersuchten wir den Amylose­gehalt, die Alkalisprei­zung, die Gelkonsistenz und Gellänge, das Längen-Breiten-Verhältnis und die Ausdehnung des Reis­korns beim Kochen. Wir prüften mit präparativen Methoden Korn­länge, Anteil an kreidigen, gelben und bern­stein­farbigen Körnern, Bruch, Fremd­besatz und dunkle Verfärbungen.

SCHAD­STOFFE: 15 %

In Anlehnung an DIN/EN/Iso-Methoden prüften wir auf Aflatoxine (B1, B2, G1 und G2), Ochratoxin A, Blei und Kadmium. In Anlehnung an ASU-Methoden nach §64 LFGB untersuchten wir auf Queck­silber und Arsen, auf Pestizide per QuEChERS-LC-MS/MS und –GC/MS-GC/FPD sowie auf anorganisches Bromid plus Chlorid gemäß DFG-Methode per GC-ECD zum Nach­weis einer Begasung mit Methylbromid. Jeder im Kunst­stoff­beutel verpackte Reis wurde auf Phthalate (Weichmacher) per GC-MS und jeder Reis in Karton­verpackungen auf Photoinitiatoren per LC-MS/MS geprüft – Schad­stoffe aus Verpackungen waren in keinem Reis nach­weisbar.

VERPACKUNG: 10 %

Drei Experten prüften abge­bildete Verpackungen. Wir beur­teilten Öffnen, Entnehmen, Wieder­verschließen, Recycling- und Materialkenn­zeichnung.

DEKLARATION: 15 %

Über­prüfung gemäß den lebens­mittel­recht­lichen Vorschriften. Drei Experten bewerteten darüber hinaus Lagerungs- und Zubereitungs­empfehlungen, Allergiehin­weise, Werbeaussagen, Nähr­wert- und Herkunfts­angaben sowie Leserlich­keit und Über­sicht­lich­keit der Deklaration.

Weitere Unter­suchungen:

Mikrobiologische Qualität der vorgegarten Produkte – alle waren in Ordnung. Prüfung auf GVO-Reis in Anlehnung an ASU-Methode – in keinem Produkt wurde GVO-Reis gefunden.

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