Behindertengleichstellungsgesetz: Weg frei für barrierefreie Webseiten

Die Internet- und Intranetseiten der Bundesbehörden müssen künftig auch von Behinderten gut zu nutzen sein.

Seit 2002 regelt die Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung, BITV, des Bundesgleichstellungsgesetzes auch die Internet- und Intranetauftritte der Bundesbehörden. Alle neuen Seiten müssen so gestaltet sein, dass auch behinderte Menschen sie gut benutzen können. Für alle bereits bestehenden Seiten, die sich nicht speziell an Behinderte richten, gilt eine Übergangsfrist bis Ende 2005. Außerdem haben sich einige Bundesländer der Barrierefreiheit verpflich­tet. Was aber macht eine Website behindertengerecht? Wollen zum Beispiel die rund 655 000 Sehbehinderten und Blinden in Deutschland am PC arbeiten, brauchen sie spezielle Hilfsmittel (siehe „Elektronische Hilfen“). Die setzen die Bildschirminformationen in synthetische Sprache, Blindenschrift und/oder vergrößerte Zeichen um. Doch nur bei barrierefreien Seiten funktionieren die Hilfsmittel optimal. Dafür müssen Grafiken und Bilder Titel und hinterlegte Texte haben, Schriftgröße und Farbe veränderbar sein, Mausbefehle auch über die Tastatur zu bedienen sein. An­sprech­part­ner ist das Projekt „BIK - Barrierefrei informieren und kommunizieren“, www.bik-online.info.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1677 Nutzer finden das hilfreich.