Sparplan-Strategien: Auf den Ausstieg kommt es an

Einen Fondssparplan zu beginnen, ist denkbar einfach. Der Sparer sucht sich den Fonds aus und gibt einen Auftrag an seine Bank. Fertig. Er kann den Sparplan jederzeit unterbrechen oder beenden oder die Sparrate verändern.

Es spricht nichts dagegen, sofort mit einem Fondssparplan zu beginnen, denn auf die gerade aktuelle Börsen­lage braucht der Sparer nicht zu achten. Ob die Kurse gerade hoch oder niedrig sind, ist in den ersten Jahren völlig egal. Manch einer freut sich in dieser Phase sogar über ein schlechtes Börsenklima, da er die Fondsanteile dann billiger kauft.

Der regelmäßige Kauf zu ständig wechselnden Kursen hat eine glättende Wirkung auf das Ergebnis des Sparplans. Die Fondsgesellschaften streichen diesen Effekt gern heraus.

Statistisch gesehen sind Sparplan­renditen keineswegs verlässlicher als die Rendite bei einem einmaligen Fondskauf. Dennoch gibt es einen großen Unterschied. Bei der Einmalanlage kann man Pech haben und einen extrem ungünstigen Kaufzeitpunkt erwischen. Dieses Problem gibt es beim Sparplan nicht. Dafür ist es umso wichtiger, einen günstigen Moment zum Ausstieg abzupassen.

Wer seinen langjährigen Sparplan ­ausgerechnet nach einem Börsencrash beendet, muss einen Großteil der möglichen Rendite abschreiben. Doch Sparer können vorbeugen. Selbst wenn sie sich viele Jahre nicht um die allgemeine Börsenlage geschert haben, sollten sie sich im letzten Viertel des Sparzeitraums regelmäßig mit den Kursen beschäftigen. Nur so können sie auf die Rendite Einfluss nehmen.

Sinnvoll ist es, sich bereits frühzeitig ein Sparziel zu setzen, also eine bestimmte Summe, die der Sparplan erreichen sollte. Beim Festlegen dieses Ziels hilft unser Rechner Anlagestrategien. Ist dieses Ziel bereits zwei oder drei Jahre vor dem geplanten Ausstieg in greifbarer Nähe, sollten Sparer zumindest einen Teil des Geldes in sichere, festverzinsliche Anlagen umschichten.

Wer bis zum Ende wartet, riskiert einen Teil seines Gewinns wieder zu verlieren. Doch selbst in diesem Fall gibt es noch eine Option. Wer notfalls ein oder zwei Jahre dranhängen kann, erhöht die Chance auf ein besseres Sparplanergebnis. Manchmal reichen schon wenige Monate, um nach einem Börsencrash den größten Teil der Verluste auszugleichen.

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