Banksparpläne und Fondssparpläne Test

Ein Fondssparplan für die Altersvorsorge - viele Sparer schrecken davor angesichts der Turbulenzen an den Finanzmärkten zurück. Dennoch: Nur Aktienanlagen versprechen langfristig hohe Renditen. test.de zeigt, wie Anleger mit Indexfonds-Sparplänen erfolgreich sind.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Sparpläne

Nicht alles für Fonds

Gleich vorweg: Allein mit Aktienfonds sollte niemand für das Alter vorsorgen. Die Grundversorgung sollten Sparer mit sicheren Sparformen, etwa Riester-Rente oder Zinsanlagen, erwirtschaften. Doch als Zugabe eignen sich Aktienfonds optimal. Denn nur sie versprechen langfristig hohe Renditen. Voraussetzung: Anleger gehen langfristig von steigenden Aktienmärkten aus. Nur dann ist ein Engagement sinnvoll. Zudem müssen sich Anleger bewusst machen, dass ein Verlustrisiko bleibt. Auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass die Kurse langfristig fallen - ganz ausschließen kann das niemand.

Indexfonds auch für Börsenmuffel

Wer mit Fonds für das Alter sparen möchte, kann das zum Beispiel mit einem Sparplan tun und monatlich einen bestimmten Betrag investieren. Geeignet sind etwa börsengehandelte Indexfonds oder ETFs (Exchange Traded Funds). Sie eigenen sich auch für Anleger, die sich nicht intensiv mit ihren Papieren beschäftigen wollen. Anders als bei aktiv gemanagten Fonds sind Anleger bei ETFs automatisch beteiligt, wenn die Börsen boomen. Finanztest empfiehlt Fondssparpläne auf möglichst breit streuende Indizes wie den MSCI Welt, den MSCI Europa oder den DJ Stoxx 600. Deutsche Anleger können auch auf Indexfonds setzen, die den Dax abbilden. Sie müssen sich dann aber im Klaren darüber sein, dass der deutsche Leitindex stärkere Kursausschläge hat als der Weltaktienmarkt. Spezielle Indizes auf Branchen oder exotische Märkte eignen sich dagegen nicht für langfristige Sparpläne.

Unterschiedliche Investments

Indexfonds unterscheiden sich erheblich voneinander. Klassische Indexfonds enthalten die Aktien, die auch im Index abgebildet sind. Künstliche Indexfonds können dagegen komplett andere Papiere enthalten. Die Indexentwicklung zeichnen diese Fonds über Tauschgeschäfte, so genannte Swaps, aber trotzdem detailgetreu nach. Mitunter klappt dies sogar besser als bei Fonds, die sich an den Originalaktien orientieren. Finanztest sieht zurzeit keinen Grund, an der Sicherheit von Swap-Indexfonds zu zweifeln, da auch sie gesetzliche Vorgaben einhalten müssen. Dennoch: Anleger sollten schon allein aus Transparenzgründen wissen, mit was für einer Art von Indexfonds sie ihren Sparplan befüllen.

Geringe Gebühren

Im Gegensatz zu aktiv gemanagten Fonds haben Indexpapiere nur geringe laufende Kosten. Für Sparer fallen zwischen 0,2 und 0,3 Prozent Gebühren im Jahr an. Bei aktiven Fonds sind es dagegen oft bis zu zwei Prozent. Wer für seine Sparpläne nur geringe Gebühren zahlt, kann die Raten auf mehrere Fonds verteilen und dadurch das Risiko zusätzlich streuen.

Kostenlose Depotführung

Bei der Hausbank bekommen Anleger meist keinen Sparplan auf Indexfonds. Sie müssen daher ein Depot bei einer Direktbank oder einem Internet-Fondsshop eröffnen. Die Depotführung ist bei Direktbanken wie comdirect, Cortal Consors, DAB Bank, maxblue oder sbroker kostenlos. Allerdings müssen Kunden auch auf die Kaufgebühren achten. Sonst kann sich die Rendite - gerade bei kleinen Raten - schnell verflüchtigen. Besonders günstig gibts Indexfonds-Sparpläne oft bei Fondsvermittlern im Internet. Sie bieten viele Fonds mit großzügigen Rabatten an. Allerdings ist die Fondsauswahl abhängig davon, mit welcher Fondsbank der Vermittler zusammenarbeitet. Auch die Konditionen für das Depot bestimmt die Bank und nicht der Vermittler.
Hinweis: test.de hat eine Liste mit freien Fondsvermittlern zusammengestellt. Viele davon bieten auch Sparpläne auf Indexfonds an.

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