Bank­schließ­fach Meldung

Eine Bank muss den Inhalt ihrer Schließ­fächer ausreichend sichern. Tut sie das nicht und wird er gestohlen, haftet sie.

Wird der Inhalt eines Bank­schließ­fachs gestohlen, weil die Bank das Fach nicht ausreichend gesichert hat, muss sie dem Inhaber Schaden­ersatz zahlen.

Geklagt hatte eine Frau, die 2006 im Schließ­fach einer Freundin 65 000 Euro deponiert hatte. 2009 hatte ein Bank­angestellter drei Männer mit einer großen Tasche im Tresorraum allein gelassen. Sie brachen die Schließ­fächer auf und stahlen unter anderem das Geld der Klägerin. Am Vortag hatte einer der Täter mit einem gefälschten finnischen Pass ein Bank­schließ­fach angemietet.

Das Kammerge­richt Berlin entschied: Das Geld­institut hatte seine Obhuts­pflicht verletzt und muss Schaden­ersatz leisten. Ohne großen Aufwand hätte die Bank zusätzliche Sicher­heits­vorkehrungen treffen können. Zum Beispiel hätte eine Alarm­anlage, die auf Erschütterung reagiert, die Tat möglicher­weise verhindert. Das Urteil ist noch nicht rechts­kräftig (Az. 26 U 18/15).

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