Außer­halb Europas funk­tionieren viele Bank­kundenkarten nicht mehr. Finanztest hat bei großen Banken nachgefragt.

Neue Regeln. Seit diesem Sommer bekommen Reisende an Bank­automaten außer­halb Europas mit ihrer Bank­kundenkarte weniger Bargeld als bisher oder gar keines mehr. Auch beim Bezahlen in Läden, Restaurants oder Tank­stellen kann die Karte streiken. Finanztest hat bei den großen Geldhäusern nachgefragt, womit Kunden im Ausland rechnen müssen. Es gibt drei Varianten.

V-Pay statt Maestro. Die Post­bank, viele Volks- und Raiff­eisen­banken und einige Sparkassen haben das Maestro-Logo auf der Bank­kundenkarte gegen das „V Pay“-Zeichen einge­tauscht. Diese Karten bieten durch einen neuen Chip mehr Sicherheit. Die Karte ist in der Europäischen Union und einigen Nach­barländern einsetz­bar, außerdem in Israel und der Türkei. Aber Achtung: In Nord­europa und Österreich sind viele Händ­lerkassen noch nicht auf das neue System umge­stellt. Außer­halb Europas ist V Pay nur in wenigen Touristen­gebieten akzeptiert.

Bank sperrt Karte. Deutsche Bank, noris­bank und Berliner Bank sperren die Maestro-Karten außer­halb Europas. Kunden können die Sperre durch einen Anruf bei der Bank aber jeder­zeit aufheben lassen und den gewünschten Verfügungs­rahmen frei­schalten lassen. Viele Sparda-Banken haben die Ober­grenzen für Bargeld außer­halb Europas auf 100 Euro oder 200 Euro am Tag reduziert, räumen aber auf Nach­frage das bisherige Limit ein.

Alles wie gehabt. Kunden der meisten Sparkassen und der PSD Bankengruppe sowie von Commerz­bank, Hypo­ver­eins­bank und Targo­bank können wie eh und je über­all im Ausland die Maestro-Girocard nutzen.

Tipp: Nehmen Sie auf weite Reisen eine Kreditkarte und eine Bank­kundenkarte mit Maestro-Zeichen oder zwei Kreditkarten mit. Günstig zum Geld­abheben ist auch die Post­bank-Sparcard.

Mehr Informationen unter www.test.de/geldabheben-ausland.

Dieser Artikel ist hilfreich. 326 Nutzer finden das hilfreich.