Die Ausgaben im Blick – bei rund der Hälfte der getesteten Apps lassen sich Push-Nach­richten zu Geld­eingängen und Abbuchungen einstellen.

Die Stiftung Warentest hat Bank-Apps getestet. 38 Apps standen in Sachen Funk­tionen, Hand­habung und Umgang mit Daten auf dem Prüf­stand. Auch das Klein­gedruckte haben sich die Experten angesehen. Ein Sehr gut konnte keine App erreichen. Die Noten reichen von Gut bis Ausreichend.

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TestBanking-Apps im Test18.05.2020
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Banking-App – die Filiale für unterwegs

Um Geld zu über­weisen oder den Konto­stand zu checken, muss niemand mehr eine Bank­filiale besuchen. Auch den Laptop aufzuklappen, ist nicht mehr nötig. Der Griff zum Smartphone reicht, um viele Bank­angelegenheiten zu erledigen. Doch wie praktisch sind die Apps im Alltag? Funk­tionieren Über­weisungen und Umsatz­abfragen reibungs­los? Sind sie sicher und daten­spar­sam? Um diese und andere Fragen zu klären, haben wir von 19 Apps jeweils die Smartphone-Versionen für die Betriebs­systeme Android und iOS getestet – am Ende waren es 38 Apps.

Das bietet der Banking-App-Test der Stiftung Warentest

Test­ergeb­nisse. Unsere Tabelle zeigt Bewertungen für 19 Apps, die wir jeweils in den Android- und iOS-Versionen getestet haben. Die Apps im Test werden von Banken und Sparkassen sowie von Finanz­dienst­leistern angeboten. Alle Apps im Test sind kostenlos.

Auswahl. Der Testbe­richt erklärt, wie die Apps bei wichtigen Punkten wie Funk­tionalität, Hand­habung, AGB und Umgang mit Daten abge­schnitten haben. Außerdem erfahren Sie, mit welchen Apps Sie mehrere Konten verwalten können und ob sich für Sie der Wechsel zu einer anderen Banking-App lohnt.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus Finanztest Juni 2020. Dort finden Sie auch Infos zu der Neuregelung der Zahlungs­diens­tericht­linie PSD2 und erfahren, wie Sie sich vor dem Zugriff Fremder ideal schützen.

Komfort und Trans­parenz sind wichtig

Unsere Testsieger bei den Apps bieten komfortable Funk­tionen auf der Höhe der Technik. Sie sind multi­banken­fähig, ihre Bedienung ist einfach und beim Klein­gedruckten und der Daten­schutz­erklärung gab es fast nichts zu bean­standen.

Die Schluss­lichter im Test fallen durch schwachen Nutzungs­komfort sowie sehr deutliche Mängeln bei den AGB und der Daten­schutz­erklärung auf. Diese Dokumente gab es teils nur auf Eng­lisch. Wir erwarten aber, dass bei einer App für den deutschen Markt wichtige Vertrags­bedingungen gut verständlich präsentiert werden.

Das sollte eine gute Banking-App leisten

Ein zentraler Punkt bei unserer Unter­suchung war die Funk­tions­tüchtig­keit der Apps. Sie sollten Nutzer zeit­nah über Trans­aktionen wie einen Zahlungs­eingang informieren und in der App sollten sich Umsätze filtern und kategorisieren lassen. Unterbricht ein Kunde die Arbeit an seiner Banking-App, sollte sie sich nach einer Frist von Sekunden oder wenigen Minuten von selbst abschalten. Auch der Punkt „Trans­parenz“ spielte bei der Bewertung der Apps eine Rolle: Kunden sollten problemlos Informationen zu Anbietern und Daten­schutz­einstel­lungen finden.

Blitz­schnelle Über­weisungen via Banking-App

Eine Funk­tion, die Bank­kunden häufig brauchen, sind Über­weisungen. Bei Banking-Apps sollten sie besonders einfach ablaufen. Einige Apps bieten verschiedene Komfort­funk­tionen wie Foto­über­weisungen und Über­weisungen mit Auto-Complete-Funk­tion. Nutzer dieser Apps müssen bei den meisten Über­weisungen nicht jedes Mal die Konto­daten eintippen.

Praktisch und zeitsparend ist es auch, wenn Über­weisungen nur durch Abfotografieren eines QR-Codes auf den Weg gebracht oder wenn PDF-Dateien von Rechnungen direkt in die App geladen werden.

Viele Apps ohne Multi­banking-Funk­tion

Nach unserem letzten Banking-App-Test aus dem Jahre 2018 trat die EU-Richt­linie PSD2 in Kraft. Beim Online­banking gelten jetzt verschärfte Regeln. Nach dem Frei­schalten des Testbe­richts erfahren Sie die Details der verschärften Rege­lungen.

Konsequenz für Banking-Apps: Es ist deutlich schwieriger geworden, Konten fremder Banken einzubinden. Nur noch ein Drittel der App-Anbieter in unserem Test bietet Multi­banking an, einige haben diese Funk­tionen abge­schaltet, vermutlich weil die Umpro­grammierung noch nicht abge­schlossen ist. Für Nutzer von nicht multi­banking­fähigen Apps heißt das: Sie können zwar nach wie vor per App Geld über­weisen oder ihren Konto­stand checken – die Konten unterschiedlicher Banken über ihre App zu verwalten, ist aber nicht möglich.

Gut geschützt gegen Fremd­angriffe

Entwarnung gibt unser Test im Punkt Sicherheit. Alle Apps im Test sind umfassend gegen Fremd­angriffe geschützt. Sicher­heits­lücken, die Fremden Zugang zu Bank­daten geben, fanden wir nicht. Grund­sätzlich sollte App-Banking sicher sein, selbst wenn der Nutzer Fehler macht.

Kritisches Daten­sende­verhalten

Wie sieht es bei den sensiblen Themen Daten­sicherheit und Daten­spar­samkeit aus? Als kritisch stufen wir das Daten­sende­verhalten einer App ein, wenn diese etwa Informationen über den Mobil­funkanbieter oder den Geräte­typ des Smartphones an den App-Anbieter schickt. In Kombination mit anderen Daten sind dann Rück­schlüsse auf Alter, Verdienst oder Hobbys des Nutzers möglich. Ein kritisches Daten­sende­verhalten stellten wir bei acht der Android-Versionen und elf der iOS-Versionen fest.

Mehr Tracker bei den Apple-Apps

Werbetra­cker sind über­all im Netz, sie beob­achten das Verhalten von Internetsurfern. Über­raschend: Die iOS-Apps schnitten in Sachen Daten­sende­verhalten und Werbetra­cker schlechter ab als die Android-Apps. Eine mögliche Erklärung: Apple-Nutzer gelten als finanz­stark und erledigen einer Marketing­studie zufolge mehr finanzielle Trans­aktionen auf ihrem Smartphone. Damit könnten sie eine besonders attraktive Zielgruppe für Werbetreibende sein.

Nutzer­kommentare, die vor dem 18. Mai 2020 gepostet wurden, beziehen sich auf den Vorgängertest.

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