Banking App Pockid: Konto für junge Menschen – Eltern als Sicherheit

Banking App Pockid - Konto für junge Menschen – Eltern als Sicherheit

Die Banking-App Pockid bietet ein Einsteiger­konto mit Debit-Mastercard für Teen­ager an. Die Eltern müssen das Konto eröffnen – und haben so die Ausgaben im Blick.

Bank­konto und Kreditkarte für den Nach­wuchs

Pockid ist ein Bank­konto für Kinder und Jugend­liche ab 7 Jahren inklusive virtueller und physischer Debit Mastercard. Das Konto muss von einem Eltern­teil eröffnet werden. Das geht komplett digital. Das Konto wird per Banking App (iOS und Android) des Hamburger Finanz-Start­ups Pockid geführt. Es funk­tioniert ausschließ­lich auf Guthabenbasis, kann also nicht über­zogen werden. Umsätze mit der Debit Mastercard werden direkt vom Konto abge­bucht. Wer über 18 Jahre alt ist, kann das Konto auch ohne Zustimmung der Eltern eröffnen, diese haben dann auch keinen Zugriff mehr auf das Konto.

Zwei Konto­modelle zur Auswahl

Es stehen mit Neo Beginner und Neo Pro zwei Konto­modelle zur Auswahl:

Neo Beginner. Das Angebot soll laut Internetseite monatlich 2,99 Euro kosten. Bis Redak­tions­schluss war das Bank­konto noch gratis. Nutzende können mit der Debit Mastercard Einkäufe im Geschäft und im Internet bezahlen. Auf dem Konto darf sich maximal ein Guthaben von 100 Euro befinden, eine einzelne Zahlung darf 50 Euro nicht über­schreiten. Über­weisungen sind nicht möglich. Die physische Mastercard kostet einmalig 10 Euro. Auf Wunsch gibt es auch eine Karte aus Kirsch­holz für 20 Euro. Für jedes Aufladen des Kontos müssen die Eltern zusätzlich zum Konto­führungs­preis 0,50 Euro bezahlen. Apple Pay und Google Pay werden nicht unterstützt.

Neo Pro. Dieses Konto­modell kostet monatlich 6,99 Euro für Minderjäh­rige, für Voll­jährige 4,99 Euro. Es ist dann ein voll­wertiges Giro­konto: Über­weisungen sind möglich und es gibt keine Limits für Guthaben und Ausgaben. Mit der physischen Karte lässt sich Bargeld am Auto­maten im In- und Ausland abheben. Das kostet pro Abhebung 2,50 Euro.

Eltern über­nehmen Konto­betreuung

Eltern können durch den eigenen Internet­zugang das Konto in Echt­zeit mit Geld aufladen und haben jeder­zeit den Konto­stand der Kinder im Blick. Sie können kontaktlose Zahlungen akti­vieren oder deaktivieren und einen Taschengeld-Assistenten nutzen, mit dem wie bei einem Dauer­auftrag regel­mäßig das Taschengeld auf das Konto fließt. Sie können die Debit Mastercard online einfrieren oder sperren.

Fazit: Teures Kinder­konto

Wenn die Kostenfreiheit für Neo Beginner bleibt, ist die App ein guter Ansatz, Kindern den Umgang mit Geld auch online beizubringen. Allerdings handelt es sich eher um eine elektronische Geldbörse als ein Giro­konto. Wissen müssen die Eltern – auch wenn es um über­schaubare Beträge geht – dass Pockid ein e-Geld-Institut ohne Bank­lizenz ist. Deshalb sind Guthaben auf dem Konto nicht einlagengesichert.

Das Modell Neo Pro ist für Minderjäh­rige ein teures Konto. Hinzu kommen Gebühren fürs Geld­abheben. In unserer Über­sicht Kinder- und Jugendgirokonten finden Sie güns­tige und kostenlose Alternativen zum Teil mit gratis Prepaid-Kreditkarte oder Stan­dard-Kreditkarte von 137 Banken.

Dieser Artikel ist hilfreich. 7 Nutzer finden das hilfreich.