Das Verwaltungsgericht in Köln hat am 28. April 2001 beschlossen, die vom Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen verfügte sofortige Schließung des Bankhauses Partin in Bad Mergentheim so lange auszusetzen, bis die Kammer eine endgültige Entscheidung trifft.

Das Aufsichtsamt hatte das zur Göttinger Gruppe (GG) gehörende Bankhaus tags zuvor endgültig geschlossen, weil die eingereichten Sanierungsvorschläge zur Wiedereröffnung der Bank nicht ausreichend seien. Die GG meint dagegen, dass die Sanierungsmaßnahmen eine tragfähige Kapitalbasis bilden.

Sollte die Schließung der Bank vom Gericht bestätigt werden, sind Einlagen bis zu einer Höhe von 10 Millionen Mark pro Kunde durch den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken und die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken gesichert.

Um ihr Geld zurückzubekommen, brauchen Kunden nichts zu unternehmen. Der Einlagensicherungsfonds wird sich direkt an die Kunden wenden.

Im Einzelnen gilt:

- Sparbriefe und Festgelder werden voraussichtlich auf ein anderes Kreditinstitut übertragen und zu den gleichen Zinskonditionen weitergeführt.

- Wertpapierdepots müssen per Auftrag an das Bankhaus auf ein anderes Institut übertragen werden.

- Kreditzusagen können nicht mehr erfüllt werden.

- Darlehensverpflichtungen wie Zins- und Tilgungszahlungen müssen weiter erfüllt werden.

- Kredite können vorzeitig zurückgezahlt werden. Eine Vorfälligkeitsentschädigung fällt nach Einschätzung des Aufsichtsamts nicht an.

Dieser Artikel ist hilfreich. 66 Nutzer finden das hilfreich.