Vor dem Landgericht Berlin haben zwei Anleger erfolgreich gegen die IBV geklagt. Die Initiatorin und Verwalterin der Fonds der Bankgesellschaft Berlin muss ihnen einen Großteil des investierten Geldes erstatten und die Fondsanteile übernehmen (Az. 2 O 278/03).

Nach Ansicht des Gerichts hat die IBV die Anleger im Prospekt zum Fonds ­ IBV 3 schlecht informiert. Zu dem Zeitpunkt, als die Anleger beim IBV 3 einstiegen, wusste die IBV, dass Prospektdaten nicht mehr stimmten: Ein Mieter der Fondsimmobilien zahlte bereits nicht mehr wie vereinbart, doch die IBV ergänzte den Prospekt nicht um diese Information. Nun muss sie aufgrund von Prospekthaftungsregeln zahlen. Anderen Anlegern dürfte das nur wenig nützen. Solche Ansprüche verjähren meist ein halbes Jahr, spätestens drei Jahre nach dem Investment. Zudem ist die IBV in Berufung gegangen.

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