Bankenpleite Meldung

Wie wichtig Sicherungssysteme sind, zeigen gleich zwei Bankenpleiten der letzten Wochen: Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht schloss die Gontard & Metallbank sowie die BkmU-Bank. Letztere zahlte besonders hohe Zinsen auf Festgeld und Kapitalbriefe. Nun müssen Kunden mit Verlusten rechnen: Die Bank gehörte nur dem gesetzlichen Entschädigungsfonds an, der 90 Prozent des Geldes garantiert, maximal 20 000 Euro. Wer mehr angelegt hatte, schaut in die Röhre. Bei kleineren Sparsummen sind 10 Prozent verloren. Anleger sollten deshalb darauf achten, welche Sicherung die Bank bietet. Inhaberschuldverschreibungen, darunter auch Kapitalbriefe, sind nicht abgesichert.

So gehören zum Beispiel Demir-Halk-Bank, Finansbank, Garantibank und Kocbank – deutsche Töchter türkischer Institute – dem niederländischen Sicherungsfonds an, der maximal 20 000 Euro garantiert, allerdings ohne 10 Prozent Abzug. Zwar sind bei den meisten deutschen Ins­tituten höhere Summen abgesichert. Doch einige kleinere Banken bieten nur den mageren gesetzlichen Standard, zum Beispiel die Dresdner BFI Bank oder die Nürnberger Umweltbank.

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