Bankenkrise Meldung

Wenn die Märkte Achterbahn fahren, beruhigen Sicherheitssysteme die Nerven.

Finanzkrise und kein Ende: Viele Menschen fragen sich, ob ihr Erspartes noch sicher ist. Finanztest beantwortet die wichtigsten Fragen rund um die Sicherheit von Einlagen.

Sparbuch, Tagesgeld: Sparkassen und Genossenschaftsbanken helfen sich in ihren jeweiligen Verbünden untereinander aus. Alle Einlagen sind zu 100 Prozent sicher.

Es gibt ferner eine gesetzliche Entschädigungseinrichtung, die Ansprüche der Kunden zu 90 Prozent, höchstens aber bis zu 20 000 Euro abdeckt.

Bei Privatbanken springt der Einlagensicherungsfonds des Bankenverbandes ein, wenn eine Bank pleitegehen sollte.

Tipp: Wenn Sie bei einer ausländischen Bank anlegen, sollte diese entweder dem deutschen Einlagensicherungsfonds der Banken angehören oder wenigstens bis 20 000 Euro je Kunde absichern. Mehr sollten Sie dort dann nicht anlegen.

Lebens- und Rentenversicherung: Den Garantiezins von derzeit 2,25 Prozent auf den Sparanteil zahlen die Anbieter auf jeden Fall. Da die Versicherer bis zu 35 Prozent des Kundengeldes in Aktien investieren dürfen, könnten bei anhaltend schwacher Börse die Überschussbeteiligungen vorübergehend sinken. Bei fondsgebundenen Rentenversicherungen besteht unter Umständen ein Verlustrisiko. Sollte ein Versicherer pleitegehen, springt die Hilfsgesellschaft Protektor AG ein.

Tipp: Schichten Sie rechtzeitig vor Fälligkeit ihr Geld aus Aktien- in Rentenfonds um. Fragen Sie Ihren Versicherer, welche gebührenfreien Möglichkeiten er dafür anbietet.

Riester-Rente: Riester-Banksparpläne sind vergleichbar dem Sparbuch, Riester-Rentenversicherungen vergleichbar der Lebensversicherung abgesichert. Bei Fondssparplänen müssen die Anbieter zum Rentenbeginn mindestens das eingezahlte Geld vorhalten.

Bausparvertrag: Bausparguthaben sind von den Bausparkassen unbegrenzt abgesichert.

Aktienfonds: Anleger, die jetzt Fondsanteile haben, sollten Ruhe bewahren. In turbulenten Zeiten sollten Kleinanleger weder aus- noch einsteigen. Fondssparer sollten ihre Sparpläne nicht kündigen. Im Moment gibt es für das gleiche Geld mehr Anteile.

Tipp: Anleger, die noch 2008 größere Summen in Fonds investieren wollen, sollten die Einzahlungen zeitlich in mehrere Raten strecken.

Anleihen: Staatsanleihen mit guter Bonität sind nicht in Gefahr, zum Beispiel Bundesschatzbriefe. Hier haftet der Staat für die Rückzahlung. Anleger sollten beim Kauf von Unternehmensanleihen auf die Bonität der ausgebenden Unternehmen achten.

Zertifikate: Auch Zertifikate sind Anleihen. Die Bonität der Emittenten ist maßgeblich für die Sicherheit. Marktturbulenzen können Bonuszertifikate ihren Bonus kosten, Hebelzertifikate können sogar völlig wertlos verfallen.

Tipp: Für alle Wechselfälle der Märkte sind Sie gerüstet, wenn Sie Ihr Geld möglichst breit gestreut anlegen.

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