Das Bundesaufsichtsamt für Finanzdienstleistungen (BaFin) hat Banken und Finanzdienstleister dazu aufgefordert, mögliche Interessenkonflikte offen zu legen. Die Institute müssen künftig in ihren Wertpapieranalysen und bei Auftritten in den Medien offen sagen, ob sie beim Börsengang eines analysierten Unternehmens mit von der Partie waren.

Außerdem müssen sie mitteilen, wenn sie mehr als 1 Prozent am Grundkapital des analysierten Unternehmens halten oder Aktien als offene Verkaufsposition haben. Damit soll verhindert werden, dass Banken über eine Kaufempfehlung für Aktien eines bestimmten Unternehmens den Kurs in die Höhe treiben, um dann selbst Aktien zu verkaufen.

Das BaFin stellt klar, dass die Neuregelung nicht nur für schriftliche, sondern auch für über das Fernsehen oder andere Medien verbreitete Analysen gilt. Damit reagiert die Behörde auf die Zeiten des Börsenbooms, in denen sich zahlreiche Anleger durch TV-Auftritte von Analysten beeinflussen ließen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 201 Nutzer finden das hilfreich.