Banken Meldung

Kunden mit geringem Einkommen zahlen bei der Citibank Zinsaufschläge für ihren Kredit.

Verbraucher mit geringem Einkommen zahlen mehr für Kredite und Girokonten und bekommen weniger Zinsen auf ihr Erspartes. Zu diesem Ergebnis kommt die Verbraucherzentrale Hamburg, nachdem sie Anfang März die Bankkonditionen in der Hansestadt untersucht hat.

Immer mehr Banken staffeln ihre Konditionen nach dem Einkommen. So gab es bei der Citibank einen Ratenkredit von 10 000 Euro mit 36 Monaten Laufzeit ab einem Monatseinkommen von 2 500 Euro zu einem Effektivzins von 6,96 Prozent. Kunden mit einem Einkommen unter 1 500 Euro sollten mit 12,38 Prozent fast das Doppelte zahlen.

Bei Sparanlagen ist es umgekehrt. Die Sparbuch-Zinssätze der Postbank etwa lagen zwischen 0,5 Prozent für Guthaben unter 3 000 Euro und 2,7 Prozent für Guthaben ab 50 000 Euro.

Vom Geldbeutel hängen auch die Preise fürs Girokonto ab. Viele Institute bieten eine kostenlose Kontoführung – allerdings erst ab einem monatlichen Geldeingang von beispielsweise 1 000 Euro. Kunden mit niedrigem Einkommen zahlen für die gleiche Dienstleistung bis zu 7,50 Euro im Monat.

Besonders schlecht dran sind Verbraucher, denen die Bank das Konto gekündigt hat. Wenn sie kein neues Konto bekommen, müssen sie Miete, Strom, Telefon und ähnliche Ausgaben am Bankschalter bar einzahlen und überweisen lassen. Dafür kassieren Banken jedes Mal 5 bis 10 Euro. Im Monat kommt so eine Summe bis zu 80 Euro zusammen.

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