Sofortrente: Pro und Kontra

Menschen, die mit ihrem Vermögen ihre Altersrente aufbessern wollen, suchen nach einer regelmäßigen, ­sicheren Auszahlung. Wer 60 000 Euro anlegen will und im 65. Lebensjahr einen Auszahlplan mit Kapitalverzehr für 30 Jahre abschließt, kann bei einer Festverzinsung von 4,9 Prozent (Debeka) mit monatlich rund 270 Euro rechnen. Ohne Steuerabzug sind es rund 313 Euro.

Pro: Ein Bankauszahlplan hat den Vorteil, dass im Todesfall das Restvermögen an die Erben ausgezahlt wird. Das ist ein Vorteil gegenüber einer Rentenversicherung gegen ‧Einmalbeitrag. Von der Versicherung profitieren andere nur in der Rentengarantiezeit. Sie endet oft nach 10 oder 20 Jahren.

Kontra: Im 95. Lebensjahr ist das Geld aus dem Beispiel-Auszahlplan aufgebraucht. Eine „ewige Rente“ bis zum Tod wie bei einer Rentenversicherung gegen Einmalzahlung gibt es in diesem Fall nicht. Außerdem sind mehr Steuern fällig. Wer den Freibetrag von 801 Euro (Ehepaar 1 602 Euro) ausgeschöpft hat, muss im Modellfall im ersten Jahr Steuern auf rund 2 845 Euro Zinsen zahlen. Bei der privaten Rentenversicherung ist nur der Ertragsanteil steuerpflichtig. Das sind bei einem 65-Jährigen jährlich 18 Prozent des jeweiligen Auszahlbetrags. Anleger mit einem Bankauszahlplan bekommen nie mehr Zinsen, als sie heute vereinbaren. Rentenversicherte haben dagegen die Chance auf höhere Überschüsse, wenn das Zinsniveau innerhalb der Rentenbezugszeit deutlich steigen sollte.

Kompromiss: Anleger, die flexibel bleiben wollen, schließen mit einem Teil ihres Geldes für nur fünf Jahre Laufzeit einen Auszahlplan mit Kapitalverzehr ab. Den Rest investieren sie in Festzinsprodukte mit verschiedenen Laufzeiten oder sie mischen Fonds dazu.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1248 Nutzer finden das hilfreich.