Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) darf Anlegern nicht einfach die Einsicht in die Akten über ein Kreditinstitut verweigern. Die Begründung, dann kündigten die Banken der Behörde die freiwillige Zusammenarbeit auf, zieht nicht. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof entschied, dass die Bafin ­Privatanlegern prinzipiell Akteneinsicht gewähren muss (Az. 6 A 1684/08). Das Gericht prüft nun aber zunächst selbst die rund 7 500 Seiten, die der Kläger sehen will.

Der Mann will nachweisen, dass die Bank Spekulationsgeschäfte zu seinen Lasten unternommen hat. Das Gericht untersucht, ob Informationen in den Akten geheim gehalten werden müssen oder ob der Mann sie sehen darf.

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