Bank- und Sparkassenrecht Meldung

Bank- und Sparkassen­kunden dürfen Forderungen – etwa auf Erstattung rechts­widriger Kredit­bearbeitungs­gebühren – auch ohne Einverständnis des Kredit­instituts mit dessen Forderungen verrechnen – zum Beispiel denen für einen laufenden Kredit. Das Land­gericht Nürn­berg-Fürth hat es der Sparkasse Erlangen verboten, sich auf eine anders­lautende Regelung in den Geschäfts­bedingungen zu berufen (Az. 7 O 902/15, nicht rechts­kräftig). Geklagt hatte die Schutz­gemeinschaft für Bank­kunden.

Vorteil: Durch die „Aufrechnung“ können Kunden Forderungen auf Erstattung rechts­widriger Gebühren noch durch­setzen, wenn diese schon verjährt sind. Vorsicht: Die Aufrechnung ist schwierig. Um ihre Rechte durch­zusetzen, brauchen Kunden in der Regel einen Anwalt.

Einzel­heiten und Hintergrund zum Thema in der Meldung Sparkassen- und Bankrecht: Recht auf Verrechnung von Forderungen.

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