Balkon Meldung

Müssen Eigentümer nicht immer dulden: Strandkorb auf dem Balkon einer Nach­barwohnung.

Ein Strandkorb auf dem Balkon kann problematisch sein, wenn er den Ausblick eines Nach­barn beein­trächtigt. In einem Fall in Potsdam hatte ein Eigentümer einen Strandkorb auf seinem Balkon aufgestellt. Der Korb versperrte aber einem Nach­barn den seitlichen Blick auf die Havel. Problem: Im Grund­buch, in der Teilungs­erklärung der Wohn­anlage, stand nicht konkret, ob ein Strandkorb erlaubt ist. Dort war nur geregelt, wann ein „Wind- oder Sicht­schutz“ auf dem Balkon verboten ist. Per Mehr­heits­beschluss konkretisierte die Eigentümer­gemeinschaft: Der Strandkorb ist kein verbotener „Wind- und Sicht­schutz“ im Sinne der Teilungs­erklärung. Dagegen wehrte sich der Nach­bar – mit Erfolg. Das Amts­gericht Potsdam entschied: Wie eine Teilungs­erklärung auszulegen ist, könne nur ein Gericht oder eine Gemeinschaft einstimmig entscheiden (Az. 31 C 34/17). Ein Strandkorb sei keine normale Sitzgelegenheit, sondern beein­trächtigte in diesem Fall die Sicht anderer erheblich.

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