Eisenbahn­unternehmen müssen ihren Kunden bei Verspätungen auch dann Fahr­preise teil­weise erstatten, wenn höhere Gewalt wie zum Beispiel Unwetter oder Erdrutsche der Grund des Verzugs sind. Reisende haben je nach Verspätung Anspruch auf eine anteilige Erstattung des Fahr­preises von bis zu 50 Prozent. Das hat der Europäische Gerichts­hof entschieden (Az. C-509/11). Klauseln in den Beför­derungs­bedingungen, die Entschädigungen bei höherer Gewalt ausschließen, sind demnach ungültig. Das Urteil betrifft alle Bahn­unternehmen in Europa. Es gilt aber nicht für Verspätungen im Flug-, im Schiffs- oder Busfern­verkehr.

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