Bahnstreik Meldung

Die Eisenbahner streiken und die Züge stehen still. Ab morgen wird es auf den Bahnhöfen noch chaotischer zugehen. Denn die Gewerkschaft Deutscher Lokführer weitet ihre Warnstreiks aus. Den Reisenden will die Deutsche Bahn Zugausfälle und Verspätungen so angenehm wie möglich machen. Wessen Intercity (IC) nicht fährt oder wer den Anschlusszug verpasst, kann ohne Zusatzkosten in den nächsten Zug steigen, auch wenn es ein teurerer Intercity-Express (ICE) ist. Fahrkarten und Reservierungen erstattet die Bahn ohne Gebühren bis Ende Juli. Kein Reisender wird aber von der Bahn für Zugverspätungen wegen des Streiks entschädigt, sagte ein Sprecher gegenüber test.de.

Kostenlos anrufen

Am besten informieren sich Reisende bevor sie zum Bahnhof fahren, ob und wann ihr Zug fährt. Sie können die kostenlose Streik-Hotline der Bahn unter 0 80 00/99 66 33 anrufen. Bis er einen freien Mitarbeiter erreicht, muss der Anrufer sich auf mehrmaliges Wählen einrichten. Rund 50 000 Anrufe sind dort heute bis 10 Uhr eingegangen. Aber auch über die aktuellen Ansagen auf den Bahnhöfen werden kurzfristige Ersatzverbindungen verkündet.

Internet befragen

Weniger überlastet ist die Internet-Verbindung. Über Ankunft-/Abfahrtszeiten gibt der Reisende seinen Start- oder Zielbahnhof ein. Es erscheint der Plan mit den aktuellen Vermerken zu Verspätung oder Zugausfall. Günstig ist, die Abfrage etwa eine Stunde vor Abfahrt zu machen, denn dann sind die Infos am genauesten.

Fahrkarten zurückgeben

Wer mit der Eisenbahn an den Streiktagen nicht ans Ziel kommt, dem erstattet die Bahn den Reisepreis einschließlich Reservierung. Der Bahnfahrer kann auch am Schalter die Fahrkarte kostenlos umtauschen. Diese Möglichkeiten räumt die Bahn bis Ende Juli ihren Reisenden ein. Mit Entschädigungen wegen streikbedingter Zugverspätung darf kein Reisender rechnen. Normalerweise gibt die Bahn bei Verspätungen laut ihrer Kundencharta Reisegutscheine aus.

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