Fall 5: Reisen in die Schweiz: Teure Unwissenheit

Computerfehler: Selbst für ein Gratisangebot wird abkassiert.

Info: Reisen in die Schweiz können sehr preisgünstig sein. Für die Hin- und Rückfahrt ab deutschen Bahnhöfen gibt es Sparpreise mit 25 oder 50 Prozent Rabatt. Kinder bis zu 16 Jahren dürfen kostenlos mitreisen. Und für Fahrten im Schweizer Bahnnetz verkauft die DB verschiedene preisgünstige Swiss-Pässe.

Test: Mehrere Wochen vor der geplanten Reise erkundigten wir uns nach Tickets für die Fahrt vom jeweiligen Testbahnhof nach Genf – und zwar für einen Erwachsenen sowie den 15-jährigen Sohn (beide mit Bahncard 25). Geplant waren gemeinsame Tagesausflüge nach Bern und Zermatt. Wir testeten dieses Reisebeispiel in 18 Reisezentren und 7-mal telefonisch.

Ergebnis: Nur 5 von 25 Verkäufern schafften es, ein optimales Angebot zu präsentieren. In weiteren fünf Fällen gelang die Beratung einigermaßen. Aber 15-mal war das Ergebnis schlecht: 13 Verkäufer wollten für den eigentlich gratis mitreisenden Sohn abkassieren. Und 11-mal gelang es nicht, zumindest einen der Swiss-Pässe sinnvoll mit den Sparpreisen zu kombinieren.

Unter www.bahn.de und an den Automaten sorgten Programmierfehler dafür, dass der 15-jährige Sohn zahlen musste. Die Swiss-Pässe waren am Automaten nicht zu kaufen. Im Internet gab es dazu im Zuge des normalen Buchungsprozesses keinen Hinweis. Erhältlich waren die Pässe aber auf anderen DB-Internetseiten.

Fazit: Schade. Da bietet die Bahn so günstige Angebote für Reisen in die Schweiz, aber Unwissenheit und technische Fehler verhindern, dass alle Kunden davon profitieren.

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