Fall 3: Mit Sparpreis 50 zur Fahrradtour: Kombinieren, bis der Sparpreis klappt

Die Bahncard 25 bringt zusätzliche Ermäßigungen.

Info: Eins der günstigsten DB-Angebote sind die Sparpreis-Tickets – mit Rabatten von 50 Prozent für Hin- und Rückfahrt, weiteren 50 Prozent für Mitfahrer plus 25-Prozent-Ermäßigung durch die Bahncard 25. Das Problem: Die Fahrkarten sind kontingentiert und müssen frühzeitig gebucht werden. Außerdem fordert das DB-Buchungssystem prinzipiell, dass der Endbahnhof der Hinfahrt und der Startbahnhof der Rückfahrt identisch sind.

Test: Wir erkundigten uns nach Bahnverbindungen für Fahrradtouren. Ein Elternpaar und ein 16-jähriger Sohn wollten gemeinsam reisen – von eher südlich gelegenen Test-Bahnhöfen aus nach Schleswig-Holstein, vom Norden aus an den Oberrhein. Wir prüften, ob die Verkäufer ein Sparpreis-Ticket samt Bahncard anboten.

Ergebnis: 5 von 25 Verkäufern boten auf Anhieb eine Bahncard an und lösten auch das Problem unterschiedlicher Ziel- und Startbahnhöfe bei der Fahrradtour. Zum Beispiel verlängerten sie die Hinfahrt über Husum hinaus fiktiv bis nach Bad Schwartau. Zwölf Berater kamen spontan auf eine annähernd optimale Lösung, vergaßen aber zum Beispiel, auf die Bahncard hinzu­weisen. Drei weitere Berater konnten auf unsere Nachfrage hin nachbessern. Fünfmal blieb das Ergebnis schlecht und teuer. Am Automaten ließen sich die Fahrradkarten für diese Tour nicht buchen. Das Internet lieferte zwar gute Infos, buchbar waren diese Tickets aber auch hier nicht.

Fazit: Am Automaten und im Internet bleiben Radler auf der Strecke. Ärgerlich: Viel zu selten informiert die Bahn über die Vorteile der Bahncard 25.

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