Bahnpreise Meldung

Künftig gibt es einen Run auf Billigplätze.

Mit Spontaneität ist bei der Bahn ab dem 15. Dezember 2002 Schluss. Wer preiswert fahren will, muss sich ab dann frühzeitig auf eine Zugverbindung festlegen. Ändert er spontan seine Pläne und steigt etwa in einen späteren Zug ein, wird eine Stornogebühr von bis zu 45 Euro fällig. Im schlechtesten Fall verfällt das preiswerte Ticket ganz.

„Wer freitags unerwartet länger arbeiten muss, kann seinen Zug nach Hause nicht mehr kriegen. Dann zahlt er doppelt“, meint Annette Volkens vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) in Berlin. Außerdem befürchtet der VCD, dass die preiswerten Plätze, die einen Nachlass von 40 Prozent und mehr ermöglichen, besonders am Wochenende rasch ausgebucht sind. Volkens: „Dann werden auch die, die besser planen können, auf teure Plätze verwiesen. Und die neue Bahncard bringt statt vorher 50 nur noch 25 Prozent Rabatt.“

Vorteile sieht Volkens für Familien: „Fünf Euro für eine vom Partner oder Kindern auch allein nutzbare Bahncard sind sehr günstig.“ Auch die kostenlose Mitnahme von Kindern bis zu 14 Jahren bringe viel.

Lob hat der Verkehrsclub ebenso für die Regelung übrig, dass Mitfahrer eines voll zahlenden Passagiers 50 Prozent Rabatt bekommen. Volkens: „Wir richten eine nichtkommerzielle Mitfahrerbörse ein. Dann können sich Reisende mit gleichem Ziel zusammentun und gemeinsam sparen.“ Die Börse ist unter www.ticket-teilen.de zu finden.

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