Spartipps: So können Sie beim Fahren Sparen

Das Tarifsystem der Bahn ist unübersichtlich und zum Teil auch unlogisch. Machen Sie das Beste daraus.

  • Am Schalter nachhaken. Sofern Sie Zweifel haben, ob man Ihnen tatsächlich die billigste Reisevariante nennt, sollten Sie nachhaken: „Gehts nicht auch billiger?“ Unsere Tests zeigen, dass diese simple Frage oft wie ein Zauberwort wirkt und manche Verkäufer daraufhin zuvor nicht genannte Schnäppchen präsentieren.
  • Andere Züge. Mitunter nennt die DB-Reiseauskunft auf Anhieb vor allem schnelle, teure ICE-Verbindungen. Aber mit Intercity, Eurocity und Regionalexpress kommen Sie oft nicht wesentlich langsamer ans Ziel. Lassen Sie sich diese Geld sparenden Alternativen nennen.
  • Internet. Unter www.bahn.de können Sie die günstigen Angebote selbst recherchieren. Aber achten Sie auf die Tücken der Reiseauskunft (nicht auf „Standardsuche“ vertrauen). Suchen Sie auch unter „Preise & Angebote“ und dort unter „Aktionspreise“ und „Regionale Angebote“.
  • Surf & Rail. Dieses Angebot gibts nur bei www.bahn.de: Immer sonnabends ab 10 Uhr werden hier wenige, ausgewählte Hin- und Rückfahrten angeboten (für 39 oder 59 Euro). Erster Reisetag ist der folgende Sonntag. Wenn Ihr Start- oder Zielort nicht im Angebot auftaucht, sollten Sie die Kombination mit einer anderen Fahr­karte erwägen. Auch späteres Zusteigen oder früheres Aussteigen sind möglich.
  • Gratistour für Kids. Kinder unter 15 Jahre dürfen kostenlos mitfahren, wenn sie auf Ihrer Fahrkarte eingetragen sind. Aber Vorsicht: Immer klappt das nicht. So sind die Kinder bei Surf & Rail gratis mit von der Partie, bei Surf & Rail International aber nicht. Bei anderen internationalen Fahrkarten zum Teil wiederum doch. Deshalb immer nachfragen.
  • Mitfahrerrabatt. Diese für Paare, Familien und Kleingruppen so wichtige Ermäßigung wurde zwar weitgehend gestrichen, aber im Einzelfall gibts diese Sparmöglichkeit doch noch. Zum Beispiel beim Ostseeticket und bei Sparpreisen.
  • Sparpreise. Attraktiver denn je! 25- oder 50-Prozent-Rabatt sind aber an Bedingungen geknüpft (Hin- und Rückfahrt, zumindest abschnittsweise mit Fernzügen, mindestens drei Tage vorher buchen, Zugbindung). Wenn Sie mit anderen reisen, profitieren diese davon, dass Sparpreis- und Mitfahrerrabatt kombinierbar sind: Jeder Begleiter spart hier bis zu 75 Prozent.
  • Hindernisse. Sparpreistickets sind begrenzt und vor allem zur Hauptreisezeit nur schwer oder gar nicht erhältlich. Deshalb möglichst auf verkehrsschwache Zeiten ausweichen und frühzeitig buchen. Aber Vorsicht: Ändern sich die Reisepläne, wird das Umbuchen teuer.
  • Bahncard 25. Die Bahncard 25 verbilligt nicht nur normale Fahrkarten, sondern auch Sparpreistickets. Im Idealfall erhält ein Mitfahrer durch Kombination aller Rabatte 81 Prozent Ermäßigung. Preis: 51,50 Euro (in Familien mit Kindern erhalten diese sowie der Partner Karten für je 5 Euro). Bis 31. 1. gilt u. a. für Senioren (ab 60 Jahre), Partner (ohne Kids) und Studenten (bis 26 Jahre) ein Sonderpreis von 33 Euro.
  • Jugendbahncard. Alternativ können Jugendliche für (einmalig!) 10 Euro diese spezielle Bahncard 25 kaufen, die dann bis zum 19. Geburtstag gilt.
  • bahncard. 50 Trotz Wegfall des Mitfahrerrabatts lohnt sich die teure Bahncard 50 (Normalpreis: 206 Euro) für viele Stammkunden, die auf Fernzüge und Flexibilität angewiesen sind. Aber Familien und Kunden, die oft Sparpreise kaufen können, fahren meist besser mit der Bahncard 25.
  • Länder-/Wochenend-Tickets. Gelten zwar meist nur in Regionalzügen, sind aber oft konkurrenzlos billig.
  • Vielfahrer. Für Leute, die sehr oft mit dem Zug reisen, sind die Bahncard 100 oder regionale Zeitkarten die erste Wahl.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1125 Nutzer finden das hilfreich.