Bahncard: Drei Bahncards stehen zur Wahl

Die Karten kosten 50 bis 3 000 Euro. Für wen sie sich eignen.

Bahncard 50: Sie wird derzeit am häufigsten verkauft. Mehr als die Hälfte der Bahncard-Kunden bekommen 50 Prozent Rabatt auf den Normalpreis. Pro Jahr kostet das 200 Euro, in der ersten Klasse 400 Euro. Den halben Preis zahlen Lebens- und Ehepartner, Auszubildende und Stu­denten unter 27 Jahre, Schüler, Senioren ab 60 Jahre und Schwerbehinderte. Die Karte lohnt sich für Vielfahrer, die spontan und flexibel reisen wollen. Schade: Die Bahncard 50 lässt sich weder mit den Sparpreisen noch mit anderen Schnäppchen kombinieren. Mitfahrer profitieren zwar vom Mitfahrerrabatt, aber wenn sie eine eigene Bahncard besitzen, bietet diese keine weiteren Vorteile.

Bahncard 25: Sie kostet pro Jahr nur 50 Euro (1. Klasse 100 Euro), ihr Rabatt be­trägt aber auch nur 25 Prozent auf den Normalpreis. Doch sie hat einen entschei­den­den Vorteil: Sie kann sowohl mit dem Mitfahrer­rabatt als auch mit den Sparpreisen 25 und 50 kombiniert werden, sodass sich unterm Strich sogar Rabatte bis zu 81 Prozent ergeben (siehe „Preisbeispiel“). Eigene Kinder unter 18 bekommen eine Bahncard 25 für nur fünf Euro, Lebens- oder Ehepartner ebenso, allerdings nur, wenn ein Kind im Haushalt lebt.

Bahncard 100: Mit ihr kann man ein Jahr lang quasi kostenlos beliebig viele Fahrten in fast allen Zügen unternehmen. Ausge­nommen sind zum Beispiel Nacht- und Autozüge. Allerdings werden dafür 3 000 Euro (in der 1. Klasse 5 000 Euro) fällig. Lebens- und Ehepartner sowie eigene Kinder unter 18 Jahre erhalten kostenlos eine Bahncard 25. Mitfahrer bekommen hier keinen Rabatt.

  • Was für wen: Die Deutsche Bahn empfiehlt die Bahncard 25 bei jährlichen Reisekosten ab 200 Euro und die Bahncard 50 ab 600 Euro. Doch diese pauschale Rechnung geht nicht immer auf. Kunden, die oft Sparpreise oder Mitfahrerrabatt nutzen können, profitieren mit der Bahncard 25 am meisten. Auch Familien fahren damit häufig gut. Wer allerdings oft mit Tickets unterwegs ist, die mit den Bahncards ohnehin nicht billiger werden, kann sich die Investition in eines der Rabattkärtchen völlig sparen.

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