Kunden in Deutschland sind immer zufriedener, doch es gibt eine Ausnahme: die Kunden der Deutschen Bahn AG. Ihre Zufriedenheit erreicht acht Jahre nach der Privatisierung einen neuen Tiefststand, analysiert Medien Tenor. Vor allem ärgert Bahnfahrer das undurchsichtige Preissystem. Obendrein haben sie nicht mal Rechtsanspruch auf Entschädigung bei Falschauskünften oder Verspätungen. Das gilt sogar, wenn sie wegen Verspätung der Bahn ihren Urlaubsflug verpassen oder teure Konzertkarten verfallen. Diese Rechtslage ist für Bahnreisende Grund für Frust.

Deshalb sieht sich die Bahn genötigt, Reisegutscheine auszuteilen. Für einen ICE, der bei der Ankunft mehr als 30 Minuten Verspätung hat, gibt es einen 10-Euro-Gutschein, der 6 Monate gültig ist. Ist der ICE oder ein anderer Zug mehr als 90 Minuten zu spät dran, soll ein 25-Euro-Gutschein besänftigen, der schon innerhalb von 2 Monaten einzulösen ist. Die Taxifahrt oder Hotelübernachtung bezahlt die Bahn Reisenden, die abends aufgrund einer Verspätung ihren Anschlusszug verpassen und deshalb nicht mehr ans Ziel gelangen.

Tipp: Wem das zu wenig ist, der sollte hartnäckig bleiben und sich an den Kundendialog der Bahn wenden (Telefon 0 69/2  65 67 69). Verteilt das Personal im Zug keinen Gutschein, lassen Sie sich die Verspätung mit Angabe der Zugnummer am Servicepoint bestätigen. Dann spendiert die Bahn nachträglich einen Reisegutschein.

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