Die Nacht­züge der Deutschen Bahn geraten mehr und mehr aufs Abstell­gleis. Mit dem Fahr­plan­wechsel im Dezember verschwindet eine Reihe von Nacht­zugverbindungen aus dem Fahr­plan, darunter die von Berlin nach Amsterdam, Paris und Kopenhagen. Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre fort, insbesondere die Vielfalt an Nacht­verbindungen zu interna­tionalen Zielen zu verringern. Laut Deutscher Bahn fahren die Schlafwagen­linien seit einigen Jahren deutliche Verluste ein. Das zwinge die Bahn zum Ausdünnen der Angebote. Für 2015 arbeitet sie nach eigenen Angaben an einem zukunfts­fähigen Konzept. Als preisgüns­tige Alternative bieten sich mitt­lerweile Fernbusse an. Deren Angebot an Nacht­linien ist erheblich gestiegen. Bussen gegen­über sei sie wirt­schaftlich im Nachteil, klagt die Deutsche Bahn: Während sie für die Nutzung der Schienen Trassen­gebühren zahlt, fallen für Busse keine Auto­bahn­gebühren an.

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